merken
PLUS Pirna

VfL Pirna verliert in Laubegast

Fußball: Stefan Höer trifft in Laubegast erst in der 90. Minute zum 1:2. Auch Heidenau, Sebnitz, Pirna und Wesenitztal ausgeschieden.

Hier lässt SVW-Akteur Heinrich Glöß (vorn) den Großenhainer Torschützen Paul Konrad Witschel hinter sich. Am Ende aber hatte der Landesligist im Wesenitztal deutlich die Nase vorn.
Hier lässt SVW-Akteur Heinrich Glöß (vorn) den Großenhainer Torschützen Paul Konrad Witschel hinter sich. Am Ende aber hatte der Landesligist im Wesenitztal deutlich die Nase vorn. © Steffen Unger

In der ersten Runde um den Fußball-Landespokal gingen am Wochenende 41 Partien über die Bühne. Die zweite Runde wird am Montag ab 16 Uhr in Leipzig ausgelost und soll am 12./13. September ausgetragen werden. In der Lostrommel befinden sich dann auch die fünf sächsischen Oberligisten, während die Dritt- und Viertligisten noch einmal ein Freilos erhalten. Gemeldet hatten insgesamt 108 Vereine. Die zweiten Mannschaften des SC Freital und des VfL Pirna-Copitz II sind nicht startberechtigt, der SV Germania Mittweida verzichtet auf eine Teilnahme. Titelverteidiger ist Viertligist Chemnitzer FC, der den Pokal bei 15 Finalteilnahmen bereits elfmal gewann.

Der VfL Pirna-Copitz kassierte in seinem ersten Pflichtspiel nach mehr als fünfmonatiger Pause eine unnötige Niederlage. Beim Landesliga-Aufsteiger FV 06 Laubegast unterlag der VfL mit 1:2 (0:2). Im Vorjahr hatten sich die Pirnaer in der ersten Runde im Dresdner Osten noch mit 4:2 durchgesetzt. Kapitän Philipp Wappler traf schon nach 14 Minuten zum 1:0 für die Gastgeber, nur 180 Sekunden später legte Labadze Aleksandre das 2:0 für die Ostdresdner nach. Der Anschlusstreffer der Copitzer fiel zu spät. Erst in der 90. Minute verkürzte Stefan Höer auf 1:2 aus VfL-Sicht.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Die Großenhainer ließen im Wesenitztal nichts anbrennen (5:1). Martin Brunzel (21.) und Paul Konrad Witschel (25.) brachten den Landesligisten aus der Röderstadt frühzeitig auf die Siegerstraße. Zwar gelang dem gastgebenden Siebentligist kurz nach der Pause das 1:2 durch einen von Felix Böhme verwandelten Strafstoß (48.), aber die Röderstädter ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Max Kirche (64.) und Maurice Schütze (74., 86.) sorgten für ein standesgemäßes Ergebnis. „Zwei Tore weniger hätten es auch gemacht. Großenhain ist eben eine andere Liga“, gestand SVW-Coach Uwe Rahle. „Die 15 Minuten nach der Halbzeitpause waren wir dran, da wäre der Ausgleich eventuell möglich gewesen. Etwas sauer bin ich, dass wir vier der fünf Gegentore mit einfachen Fehlern begünstigt haben.“

Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich der Heidenauer SV und der SC Borea (3:5). Richard Schöne (42.) zeichnete für die Pausenführung der Dresdner verantwortlich. Marcus Pechtl (53.) und Alexander Kavgic (56.) drehten zunächst die Partie, aber Markus Jens Mai (62.), Kevin Urbanek (69.), Julius Willkommen (72.) brachten Borea mit 4:2 nach vorn. Kavgic brachte Heidenau wieder heran (84.), ehe Christopher Griebsch für den Endstand sorgte (90.+3). „Wir haben über weite Strecken gut mitgespielt, die Jungs haben die taktische Marschroute zum größten Teil ordentlich umgesetzt“, schätzte HSV-Trainer Rene Keeb ein. „Nach der 2:1-Führung hat die Spannung bei uns nachgelassen, Borea hat mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten kräftig zurückgeschlagen. Allerdings war das 2:3 aus unserer Sicht ein klares Abseitstor. Wir haben bis zum Schlusspfiff gefightet, wobei uns mit Oliver Franz und Eric Klose zwei wichtige Akteure fehlten.“

Seinen Trainer-Einstand hatte sich Uwe Kuhl beim BSV 68 Sebnitz anders vorgestellt, denn seine Mannschaft unterlag beim Liga-Kontrahenten Dresdner SC mit 1:3 (0:2). Vor 161 Zuschauern hatten Pascal Hänisch (22.) und Robert Thomas (26.) den DSC mit 2:0 in Führung gebracht, ehe Edward Thamm gleich nach Wiederanpfiff verkürzte (47.). In der 77. machte Erik Wutschke aus Sicht der Landeshauptstädter den Deckel drauf.

SC Freital und Wilsdruff sind weiter

Kreispokalsieger 1. FC Pirna war am Sonntag der Gastgeber für den FC Stahl Rietschen-See aus der Landesklasse Ost und war schon zur Pause (0:4) geschlagen. Immerhin blieb der Kreisoberligist im zweiten Abschnitt ohne Gegentor, traf selbst aber auch nicht ins Schwarze.

Beim SC Freital war der Jubel groß, denn das erste Pflichtspiel der Vereinsgeschichte wurde gegen Liga-Kontrahent FC 1910 Lößnitz mit 2:1 (0:0) nach Verlängerung gewonnen. Vor 145 Zuschauern erzielten Steve Müller (99.) und Marian Weinhold (105.) die Tore für den Sportclub, ehe Marcel Becher einen Foulelfmeter zum Anschlusstor nutzte (107.). Wenig später sah Sandro Schulze die Gelb-Rote Karte, aber die Freitaler gaben das Weiterkommen nicht mehr aus der Hand.Auch die SG Motor Wilsdruff traf in Runde eins auf einen Kontrahenten aus der Sachsenliga. Beim LSV Neustadt/Spree setzte sich die Mannschaft von Trainer Paul Rabe nach einem 0:2-Pausenrückstand mit 4:2 nach Elfmeterschießen durch. Schon nach neun Minuten lagen die Gäste im Hintertreffen, nachdem Gracjan Arkuszewski Kapitän Michael Arnold im Wilsdruffer Tor überwunden hatte. In der 29. Minute sah der Neustädter Khaddy Kazadi-Leonowicz die Rote Karte. Die Hoffnung der Gäste, in Überzahl die Partie zu drehen, erfüllte sich zunächst nicht. In der 55. Minute erhöhte Daniel Mlonek auf Vorarbeit von Sebastian Tews auf 2:0. Neustadt schien auf dem Weg in Runde zwei, hatte aber die Rechnung ohne Roma Stührenberg gemacht. Der 20-Jährige schockte die Gastgeber mit einem Doppelschlag (72., 73.). In der Verlängerung fielen keine Tore, im Elfmeterschießen parierte Arnold drei Schüsse.

Der Hartmannsdorfer SV Empor zog im Duell gegen Liga-Kontrahent Meißner SV den Kürzeren (1:2). Dennis Scholtissek (29.) und Franz Krauspe (40.) sorgten für die 2:0-Pausenführung der Domstädter. In der 63. Minute verkürzte David Glöckner aus Sicht der Hausherren auf 1:2. Danach drückte Empor auf den Ausgleich, um noch in die Verlängerung zu kommen, aber mit Glück und Geschick brachten die Meißner den knappen Vorsprung über die Zeit. (mit jj)

Mehr zum Thema Pirna