merken
PLUS

„Vieles geht nur mit Leidenschaft“

Die Ostsächsische Sparkasse verteilt 23 000 Euro an elf Vereine. Das ist Ehrensache, sagt Regionalleiter Joachim Krieg.

Herr Krieg, hat denn der Weltspartag am 30. Oktober noch eine Bedeutung für die Ostsächsische Sparkasse?

Nein, nicht mehr so wie früher. Die jungen Kunden können wie immer ihre Bonushefte in den Filialen tauschen. Sparen kann auch anders aussehen als Geld in ein Sparschwein stecken – man kann es in gemeinnützige Projekte investieren. Dazu bringt die Sparkasse traditionell an diesem Tag ihren Jahresbildkalender heraus. Allein im letzten Jahr sind so etwa 23 000 Euro zusammengekommen, 2012 waren es rund 21 000 Euro.

Anzeige
Auf geht’s in die Erntezeit
Auf geht’s in die Erntezeit

Der Garten verwöhnt im Spätsommer mit frischem Obst und Gemüse. Und langsam heißt es auch, sich auf den Herbst und die anstehenden Arbeiten vorzubereiten.

Das ist eine Menge Geld.

Wer profitiert davon?

Das ist der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders in unserem Geschäftsbereich. Er geht an insgesamt elf Vereine im Landkreis Bautzen, in Dresden und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Wie lange gibt es diese Aktion schon?

Seit mehr als zehn Jahren. Wir unterstützen kulturelle, sportliche oder soziale Vereine in der Region aber schon viel länger. Die Heimkinder-Ausfahrt des Pirnaer Motorradvereins Beinhart hat schon in den Anfangsjahren um 1996 von uns Geld bekommen. Die Biker finanzieren damit ehrenamtlich ihre traditionelle Motorradausfahrt von Berggießhübel, die im September schon zum 18. Mal stattfand. Über 500 Kinder aus über 50 Einrichtungen in Deutschland und Tschechien und über 740 Motorradfahrer nahmen daran teil. Auch in diesem Jahr ist der Verein wieder einer von fünf im Landkreis.

Welche Vereine können sich noch

über Unterstützung freuen?

Der Jugendring Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finanziert mit dem Geld die T-Shirts, die die Kinder jedes Jahr zur 48-Stunden-Aktion tragen. Auch der Kreisfeuerwehrverband steckt den Erlös in die Nachwuchsarbeit. Über 1 400 Jugendliche engagieren sich in den Feuerwehren des Landkreises, das Geld fließt in die Betreuung der zukünftigen Feuerwehrleute.

Fließt das Geld nur in Jugendprojekte?

Nein. Ein Teil geht zum Beispiel an den Verein Kulturgeschichte Bärenfels. Er versucht unter anderem die Puppenspieltradition in Altenberg wieder aufleben zu lassen und veranstaltet jedes Jahr ein Festival, in das auch das Geld aus unserem Kalenderverkauf fließt. Zur neunten Auflage in diesem Jahr kamen etwa 1 700 Zuschauer.

Haben auch neue Vereine eine Chance auf finanzielle Unterstützung?

Ja, auf jeden Fall. In diesem Jahr haben wir auch den Verein Gogelmosch aus Stolpen eingeladen. Die zwölf Mitglieder haben ihn erst im September gegründet. Sie wollen im ehemaligen Jugendheim unterhalb der Burg ein Familien- und Bildungszentrum für Kinder, Jugendliche und Senioren aufbauen.

Warum ist der Sparkasse dieses

Engagement wichtig?

Die Vereine im Landkreis sind sehr vielfältig, die Projekte immer wieder überraschend. Der Mix macht es aus, und er zeigt auch, was die Region zu bieten hat. Die meisten dieser Projekte sind allerdings ohne Leidenschaft und viele ehrenamtliche Helfer nicht zu stemmen. Solange wir sie finanziell unterstützen können, machen wir das auch weiterhin. Es gut zu wissen, dass so auch etwas bewegt werden kann.

Auch 2014 gibt es wieder einen Kalender. Was ist diesmal das Thema?

Er erscheint unter dem Titel „Steine und Landschaft“. Das Besondere ist, dass die Fotografien von einem unserer Mitarbeiter stammen – Burkhard Schade. Er war in der Region unterwegs und hat die kleinen Details und großen Ausblicke entdeckt und auf den Kalenderblättern festgehalten. Ob der Ausblick vom Großen Lugstein bei Zinnwald, der Basteiblick, das Müglitztal oder der Blick auf den See bei Panschwitz-Kuckau. Damit auch im nächsten Jahr genug Geld zusammenkommt, gibt es den neuen Kalender ab sofort für zwei Euro in allen Filialen.

Das Gespräch führte Andrea Schawe.