SZ +
Merken

Vierhändiges Orgelspiel ist eine Seltenheit

Traditionell sorgt der Föderverein zur Sanierung der Stadtkirche St. Nikolai zum Stadtfest mit einem Orgelkonzert für einen musikalischen Höhepunkt. Mit Komposition aus vier Jahrhunderten haben Martin...

Teilen
Folgen

Von Wilrun Wagner

Traditionell sorgt der Föderverein zur Sanierung der Stadtkirche St. Nikolai zum Stadtfest mit einem Orgelkonzert für einen musikalischen Höhepunkt. Mit Komposition aus vier Jahrhunderten haben Martin Berkoben, selbst Mitglied des Födervereins, und Christiane Nostitz ein facettenreiches Programm zusammengestellt, das teilweise von Julia Berkoben gefühlvoll auf der Querflöte begleitet wird.

Mit einer heiteren Sonate des 18-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart versetzen die jungen Künstler die gut 60 Besucher in festlich heitere Stimmung. Orgelspiel mit vier Händen erleben die Konzertgäste nicht sehr oft. Dazu kommt die hervorragende Interpretation von den beiden jungen Künstlern. Im Wechsel mit bekannten „Klassikern“ hören die Konzertbesucher ein Orgeltryptichon aus dem 20. Jahrhundert mit einem schrillen Choral, eingerahmt von zwei meditativen „Flügeln“ - Hoffnung und Zusage.

So lebte das Programm der jungen Künstler von Gegensätzen. Das war absolut gewollt. „Wir bringen möglichst viele gute Kompositionen aus verschiedenen Epochen in unser Programm, das damit abgerundet wirkt“, so Martin Berkoben, der die Abfolge der Stücke mit Christiane Nostitz zusammengestellt hat. Dabei haben die jungen Leute Werke entdeckt, die teilweise nicht für die Orgel komponiert wurden, und selbst eingerichtet.

Martin Berkoben und Christine Nostitz studieren Kirchenmusik in Dresden, Martin im dritten Jahr und Christine steht kurz vor ihrem Abschluss. Julia Berkoben musiziert als Hobby. Mit jedem ihrer hervorragend interpretierten Stücke von Johann Sebastian Bach bis zu einer Improvisation der auf Jamaika geborenen Doreen Potter erfreuen die jungen Künstler ihr Publikum.