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Volles Haus im „Skyroom“

Görlitz hat in Rauschwalde eine neue Diskothek. Die erste Party war schon mehr als ausverkauft.

Von Ines Eifler

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Menschenschlangen! Volles Haus! Party bis früh um fünf! Zahlreiche junge Leute haben am vergangenen Sonnabend den neuen Club „Skyroom“ in der Reichenbacher Straße 3 getestet. Und er scheint genau das zu sein, was Görlitz gefehlt hat. „Wir haben wirklich das Gefühl, dass viele darauf gewartet haben“, sagt Marcel Schinzel. Das ist einer der drei jungen Männer Anfang 20, die sich erst vor wenigen Wochen dazu entschieden haben, eine eigene Diskothek in Görlitz zu eröffnen. Kurz nach Weihnachten hatten sie ihr Vorhaben auf Facebook erstmals angekündigt, auch Plakate hingen aus. Innerhalb von nur zwei Tagen waren alle Karten ausverkauft. Manche hatten Glück, noch ein Ticket an der Abendkasse zu bekommen. „Aber 200 Leute mussten wir wieder wegschicken“, sagt Marcel Schinzel.

Philipp Baier, Marcel Schinzel und Dominik Arlt (von links) haben den neuen Club „Skyroom“ an der Reichenbacher Straße 3 gegründet. Foto: Nikolai Schmidt © nikolaischmidt.de

Gemeinsam mit Dominik Arlt ist er die „Partyprojekt Lausitz – Eventmanagement GbR“, die seit anderthalb Jahren verschiedene Veranstaltungen in der Region organisiert, unter anderem das Open-Air-Fest „Sommer der Liebe“ in Mengelsdorf oder vor Kurzem die Silvesterparty in Meuselwitz. Seit einigen Jahren sind sie schon in dem Geschäft unterwegs, aber erst seit 2013 professionell. Philipp Baier hingegen ist DJ und kennt die beiden Freunde von verschiedenen Veranstaltungen. Alle drei kommen aus den Dörfern um Reichenbach, aus Mengelsdorf, Hilbersdorf und Kiesdorf. Zwei sind angehende Wirtschaftsingenieure, einer arbeitet in einem Autohaus. Ihre Arbeit an den Abenden und Wochenenden läuft nebenbei.

Dass sie ihren Club in Görlitz eröffnen würden, stand für die drei von vornherein fest. „In Zittau gibt es schon genug“, sagt Philipp Baier, der dort studiert. „In Bautzen auch“, sagt Dominik Arlt. In Görlitz aber würden viele Jugendliche beklagen, dass zu wenig los sei. Die Linden sind zu, das Nostromo hat seine eigene Klientel, das Basta auch, die Maus hat Probleme mit Anwohnerklagen. Die breite Masse spreche eigentlich nur das „F1“ an der Elisabethstraße an. „Genau das tun wir auch“, sagt Philipp Baier, obwohl sich die drei eigentlich nicht mit anderen Clubs vergleichen oder als Konkurrenz gesehen werden wollen.

Bevor sie den Raum auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Roscher hinter „Autoglas“ und „Europcar“ dauerhaft mieteten, hatten sie ihn schon für einzelne Partys ausprobiert. Als sie den Vermieter fragten, ob sie hier einen festen Club installieren könnten, war der froh und sie fingen an. Nur eine Bar stand schon drin. Alles andere, das DJ-Pult, die Traversen und Scheinwerfer, die LED-Lichter, das Club-Mobiliar und natürlich das große leuchtende San Francisco bei Nacht an der Wand, kam innerhalb von nur zehn Tagen hinzu, und fertig war die neue Location. Der Name „Skyroom“ bezieht sich auf die Lage ganz oben im Gebäude, dem Himmel am nächsten. Das San-Francisco-Bild soll das Gefühl vermitteln, dass man mitten in der Großstadt feiert. Und auch dass jedes Mal DJs aus ganz Deutschland auflegen, trägt sicher zu diesem Gefühl bei.

Jedes Wochenende wird der Club aber nicht geöffnet sein, sondern zweimal im Monat, einmal Freitag, einmal Sonnabend. Und weil die Sache vorige Woche so gut anlief, heißt es bei der nächsten Veranstaltung am 6. Februar: „Don’t stop the Party!“

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