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Vom Waisenhaus zum HJ-Heim: Das Steinhaus in der NS-Zeit

Braunes Hemd, kurze schwarze Hose und Lederkoppel: Diese Uniform sah man in der Stadt Bautzen nach 1933 immer häufiger. Nachdem die Hitlerjugend als Jugendorganisation der NSDAP noch zur „Machtergreifung“...

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Braunes Hemd, kurze schwarze Hose und Lederkoppel: Diese Uniform sah man in der Stadt Bautzen nach 1933 immer häufiger. Nachdem die Hitlerjugend als Jugendorganisation der NSDAP noch zur „Machtergreifung“ lediglich gut 100000Mitglieder in Deutschland hatte, wuchs die HJ binnen zwei Jahren auf das 40-fache: 1935 gehörten bereits rund vier Millionen Kinder und Jugendliche dazu. – Das Wachstum der Organisation stellte die HJ aber vor Herausforderungen, wie dem Bautzener Tageblatt in der Bibliothek zu entnehmen ist. „Immer noch ist die Frage der erforderlichen Anzahl von Heimen der Hitler-Jugend nicht geklärt“, schreibt ein Verantwortlicher am 16.Juni 1936. Im „Jahr des Deutschen Jungvolks“ – der HJ-Gliederung für die 10- bis 14-jährigen Jungen – seien in Bautzen derart viele Kinder aufgenommen worden, dass kaum noch Platz zur Abhaltung der wöchentlichen Heimabende bleibe.

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