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Wachs Bau mit bestem Ergebnis seit der Gründung

Die Firma hat so viele Häuser gebaut wie noch nie. Dabei fragen immer mehr junge Leute nach barrierefreien Gebäuden.

Von Cathrin Reichelt

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Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Der Blick in sein Auftragsbuch macht Mathias Wachs zufrieden. „2014 haben wir so viele Häuser gebaut wie noch nie“, sagt der Geschäftsführer der Firma Wachs Bauunternehmung. Es waren 55. Für dieses Jahr stehen bereits 72 Häuser zu Buche. Nicht jedes wird auch in den nächsten Monaten entstehen. Viele Käufer suchen sich zuerst das geeignete Haus aus und danach das passende Grundstück. Das kann dauern. „Rekord ist bisher der Baubeginn drei Jahre nach Vertragsabschluss“, sagt Wachs. Auf solche Wartezeiten sind er und seine 21  Mitarbeiter jedoch eingestellt.

Aber nicht nur darauf, sondern auch auf die sich verändernden Kundenwünsche. Das barrierefreie- und Generationenwohnen gewinnt für viele, vor allem jüngere Bauwillige um die 30, immer mehr an Bedeutung. Dabei denken die Einen bereits an das eigene Alter, in dem sie vielleicht keine Treppen mehr steigen können. Andere entscheiden sich für Doppelhäuser oder Gebäude mit Einliegerwohnungen, in die sofort oder später die Eltern ziehen können – falls sie Pflege oder andere Unterstützung benötigen. „Die Dritten wissen einfach die Vorzüge zu schätzen, wenn sich der gesamte Wohnraum auf einer Ebene befindet“, meint der Geschäftsführer.

Von den Häusern, die Wachs in den vergangenen zehn Jahren verkauft hat, sind im Durchschnitt 20  Prozent im sogenannten Bungalowstil. Eigentlich könnten es noch mehr sein, denn das Interesse an dieser Bauart ist gewachsen. „Aber sie dürfen nicht überall gebaut werden“, erklärt Mathias Wachs. Die Menschen drängen derzeit mehr in die Ballungsräume und weniger aufs Land als vor fünf bis zehn Jahren. „In Dresden gibt es zum Beispiel kaum noch Genehmigungen für den Bungalowstil.“ In der Stadt müsse das neue Haus der Bebauung in der Umgebung angepasst werden. Das bedeute in manchen Bereichen sogar, dass das Einfamilienhaus dreigeschossig sein muss.

Familien mit Kind zahlen weniger

Auf dem Land sei der Bau des ebenerdigen Hauses dagegen meist kein Problem. Allerdings muss der Bauherr in jedem Fall für das Grundstück tiefer in die Tasche greifen. Denn ein Haus im Bungalowstil, das von der Wohnfläche her einem eineinhalbgeschossigen Gebäude entspricht, benötigt etwa zwei Drittel mehr Grundfläche als der Hochbau. Im Vergleich zu zwei Vollgeschossen sind es beim Bungalow sogar 85  Prozent mehr Fläche.

Die Grundstückspreise sind in der Region sehr unterschiedlich. „Auf dem Dorf ist der Quadratmeter noch für zwölf Euro zu haben. In der Stadt sind es zwischen 50 und 70 Euro“, so Wachs. Die teuersten Grundstücke befinden sich derzeit in der Sörmitzer Au in Döbeln. In Roßwein ist das Gebiet An der Vogelstange am beliebtesten. Auch am Hohen Rain wird gern gebaut. Allerdings sind auf beiden Arealen nur noch wenige Flächen frei. Familien mit Nachwuchs, die An der Vogelstange bauen, erhalten von der Stadt einen Zuschuss von acht Euro pro Quadratmeter für jedes Kind, das mit in das Haus einzieht. Allerdings hat Wachs festgestellt, dass sich im Durchschnitt nur noch aller zwei Jahre eine Familie dafür entscheidet, in Roßwein zu bauen.

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