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Wände des Widerstands

Eine Graffiti-Ausstellung im Kunstraum „Hole of fame“ zeigt die schwierige Lage der Menschen in Ägypten.

© steffen füssel, steffen fuessel

Von Konrad Gerber

„Macht Mächtigen Druck“, mit diesem Slogan startete Amnesty International dieses Jahr eine große Aktionsreihe rund um die ägyptische Revolution. Auch in Dresden gibt es dazu eine Veranstaltung. Die Hochschulgruppe der Technischen Universität zeigt in der Galerie „Hole of fame“ eine Ausstellung mit Graffitokunst aus Kairo.

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2011 begann die Revolution in Ägypten. Männer und Frauen gingen mit dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung auf die Straßen. Bis heute ist die Lage angespannt und die Zukunft ungewiss. Während der Revolutionswirren gingen auch Künstler auf die Straße und hinterließen ihre Graffiti und Kunstwerke an den Wänden Kairos. „Sie wollten damit auf Probleme aufmerksam machen und der Opfer von Polizei- und Staatsgewalt gedenken. Denn noch immer werden in Ägypten die Menschenrechte mit Füßen getreten“, sagt Lieselotte Obst.

Die 23-jährige Studentin leitet die Ausstellung „Wände des Widerstands“. Seit 2008 studiert sie in Dresden Physik und engagiert sich für Amnesty International. Mit ihren Kommilitonen greift sie Themen rund um die Menschenrechte und deren Verletzung auf. „Wir möchten uns für Menschen einsetzen“, sagt Lieselotte Obst. „Mit der Ausstellung können wir aufmerksam machen und auch andere zum Handeln bewegen.“

Die ausgestellten Bilder sind Fotos von „Street Art“ aus den Straßen Kairos. Entstanden sind sie im Sommer 2012. Ein Helfer von Amnesty International machte die Fotos und stellte sie der Organisation für die Ausstellung zur Verfügung. „Wir sind froh, die Bilder hier zu haben und zeigen zu können“, sagt Lieselotte Obst. „Glücklicherweise haben uns die Leute von der Galerie geholfen.“ Noch bis zum 8. November können die Bilder in der Galerie Königsbrücker Straße 39 gesehen werden.

www.holeoffame.de