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Was den Schatzmeister aufregt

Renee Läßig kümmert sich beim SV Aufbau Waldheim um die Finanzen. Das ist nicht seine einzige Aufgabe.

Von Frank Korn

Wenn beim SV Aufbau Waldheim Not am Mann ist, wenn etwas organisiert oder tatkräftig angepackt werden muss oder wenn die zweite Männermannschaft mal Spielermangel hat, ist Renee Läßig zur Stelle. Dabei will er nicht im Vordergrund stehen, sieht seine Arbeit für den Verein als Selbstverständlichkeit an.

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Die Hauptaufgabe von Renee Läßig, der vor ein paar Tagen 50 geworden ist, sind die Finanzen. Als Schatzmeister fungiert er seit 1993. „Ich muss bei den Vereinswahlen um mein Amt keine Angst haben, das will kein anderer machen“, sagt Läßig. Als „Finanzer“ sieht er seine vorrangige Aufgabe darin, dass der Verein immer genügend Geld zur Verfügung hat. Das geht einerseits über die Mitgliedsbeiträge, doch die reichen bei Weitem nicht aus. Es müssen also Sponsoren gesucht werden, die den Verein unterstützen. „Die Nebenkosten sind stark gestiegen. Wir brauchen über 1000 Euro im Monat, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten“, so Läßig. Da er als Maschinenführer für Bohrgeräte fast ständig auf Montage ist, bleibt für Sponsorensuche wenig Zeit. Deshalb ist der Schatzmeister froh, dass er in dieser Hinsicht Unterstützung von zwei Vereinsmitgliedern bekommt.

Nach einem Schwelbrand im Vereinsheim des SV Aufbau, bei dem ein Schaden von etwa 30 000 Euro entstand, drohten die Vereinsfinanzen mächtig in die Miesen zu geraten. Die damals 15-jährige Jennifer Jackisch meldete den Verein bei einer Internetaktion an. Die Waldheimer bekamen die meisten Stimmen und gewannen 20 000 Euro für Sanierungsleistungen. Fußballweltmeister Andreas Brehme überbrachte als Juror der Aktion „Vereinsretter“ symbolisch den Scheck. „Die Versicherung hat damals den Zeitwert ersetzt. Da aber noch Möbel aus DDR-Zeiten im Vereinsheim gestanden hatten, gab es nur paar hundert Euro“, erinnert sich Renee Läßig.

Richtig in Rage kann sich der Aufbau-Finanzer reden, wenn es um die Bürokratie geht. Die ist in seinen Augen in den vergangenen Jahren immer schlimmer geworden. „Eigentlich bräuchte man für Fördermittelanträge oder Anträge für Arbeitskräfte eine Sekretärin“, sagt Läßig. Jede Spende für die Tombola, die der Verein jedes Jahr zum Richzenhainer Fußballfest organisiert, müsse gegenüber dem Finanzamt auf Heller und Pfennig abgerechnet werden. Das bedeutet viel Schreibarbeit und das nervt.“

In seinem Wohnzimmer sähe es manchmal aus wie in einem Büro. Zum Glück hat seine Partnerin Doreen Verständnis für sein Ehrenamt. Die Finanzen sind nicht das einzige Betätigungsfeld von Renee Läßig. Als Webmaster verwaltet er die vereinseigene Internetseite und fotografiert für diese. Im Winter hat er gemeinsam mit anderen einen Schuppen ausgebaut, um Trainingsmittel und Gerätschaften besser unterbringen zu können. Auch als Trainer war er früher tätig, doch das geht aus beruflichen Gründen nicht mehr. Gerade das Nachwuchstraining liegt dem Verein sehr am Herzen. „Deshalb suchen wir Übungsleiter für die Kinder.“ Am 30. April ab 18 Uhr veranstaltet der Verein im Rahmen des Richzenhainer Fußballfestes ein Schnuppertraining. Unter dem Motto „Trainieren wie die Profis“ können sich fußballbegeisterte Kinder ausprobieren. „Vielleicht findet sich dann ja auch der eine oder andere Vati, der sich bereiterklärt, uns bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen“, hofft nicht nur Renee Läßig.