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Was wird aus dem Döbelner Bürgergarten?

Die Stadt beauftragt einen Landschaftsplaner mit einem Konzept für den Park. Doch eine Sache ist dabei außen vor.

Aus dem alten Musikpavillon fällt der Blick auf den Bürgergarten. Für den Pavillon soll eine Nutzung gefunden werden. Außerdem ist er vor Vandalismus zu schützen.
Aus dem alten Musikpavillon fällt der Blick auf den Bürgergarten. Für den Pavillon soll eine Nutzung gefunden werden. Außerdem ist er vor Vandalismus zu schützen. © Jens Hoyer

Döbeln. Mitarbeiter des Baubetriebsamtes sind gerade dabei, im Bürgergarten aufzuräumen. Sie schneiden die zugewucherten Flächen rund um die ehemalige Freilichtbühne frei. Das seien die ersten Schritte, Döbelns beliebte Parkanlage wieder attraktiver zu machen, sagte Jürgen Aurich, Leiter des Baubetriebsamtes. Im vorigen Jahr seien schon die Bänke erneuert worden.

Bei ein bisschen Kosmetik soll es im Bürgergarten aber nicht bleiben. Die Stadtverwaltung will ein richtiges Konzept zur Attraktivierung der Parkfläche in Auftrag geben. Sie hatte die Bürger dazu aufgerufen, Ideen einzubringen. Bis Ende der Woche haben sie dazu noch Gelegenheit. „Die Vorschläge sind überschaubar. Das sind meist Ideen, die aus dem Leben kommen. Spielmöglichkeiten für Kinder, Wegebau“, sagte Baudezernent Thomas Hanns. 

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Die Wege und Treppenanlagen im Bürgergarten sind zum Teil in einem schlechten Zustand. Sie wieder instandzusetzen, kostet viel Geld.
Die Wege und Treppenanlagen im Bürgergarten sind zum Teil in einem schlechten Zustand. Sie wieder instandzusetzen, kostet viel Geld. © Jens Hoyer

Einer Idee macht er allerdings einer ganz klare Absage. Der in der Vergangenheit immer wieder geäußerte Wunsch, die alte Freilichtbühne wiederzubeleben, ist nicht realisierbar. „Das haben wir schon ausdiskutiert. Bei den Erfordernissen ist das nicht zu machen. Kleinere Sachen sind dort vielleicht möglich. Schulklassen könnten das als grünes Klassenzimmer nutzen. Man könnte auch mal ein kleineres Theaterstück aufführen“, sagt Hanns.

Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, über drei Jahre 20.000 Euro für die Aufwertung des Bürgergartens zur Verfügung zu stellen. Große Sprünge kann die Verwaltung damit nicht machen. Aber mit dem Geld soll jetzt ein Landschaftsplaner damit beauftragt werden, ein Konzept für den Bürgergarten zu erstellen. „Was kann man im Bürgergarten machen, damit man zu jeder Jahreszeit ein Highlight hat? Wir haben den großen Vorteil, dass es eine Gastronomie gibt, die man einbeziehen kann“, sagt Hanns. 

Die Ideen der Döbelner sollen dabei berücksichtigt werden. Die Möglichkeiten seien allerdings begrenzt. „Der Bürgergarten ist kein Wörlitzer Park, wo man viel gestalten kann“, sagt Hanns. Aber das Freischneiden einer Sichtachse von oben auf den Bürgergartenteich könnte er sich vorstellen. „Landschaftsgestaltung ist wie Stadtgestaltung ein Wechsel zwischen eng und weit“, erklärt er.

Der Bürgergarten mit Gaststätte. Zu jeder Jahreszeit soll die Parkanlage einen Anziehungspunkt bieten. Gerade ist der Rhododendron in voller Blüte.
Der Bürgergarten mit Gaststätte. Zu jeder Jahreszeit soll die Parkanlage einen Anziehungspunkt bieten. Gerade ist der Rhododendron in voller Blüte. © Jens Hoyer

Auch der alte Musikpavillon am Hang muss in die Planungen einbezogen werden. Der ist in einem schlechten Zustand, mit Graffiti zugesprüht. Das Dach ist an einer Stelle zerstört. „Beim Pavillon müssen wir schauen, wie der genutzt werden kann. Der gehört da hin, das ist ein Relikt aus der Entstehungszeit. Das hätte allerdings auch die Konsequenz, dass man den Pavillon so schützen muss, dass da nicht jeder ran kann“, sagt Hanns.

Die Stadt hat sich Angebote bei Planuungsbüros eingeholt und wird den Auftrag für ein Konzept vergeben. „Man muss erst einmal wissen, was man will. Mit einem Konzept könnte man dann vielleicht Fördermittel beantragen“, sagt Hanns. Die bisher bewilligten 20.000 Euro sind erst einmal ein Anfang. Allein der Wege- und Treppenbau würde größere Summen beanspruchen.

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