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Weihnachtsmeile zwischen Baumaschinen und Glühwein

Der alte Dorfkern hat sich für’s Wochenende herausgeputzt. Der Zschachwitzer Ahnherr Fürst Putjatin ist dabei überall präsent.

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Von Tobias Wolf

Geschafft: Der Weihnachtsbaum steht. Rund zehn Meter hoch thront er nun über dem Festplatz von Kleinzschachwitz.

Der beschauliche Stadtteil macht sich dieser Tage weihnachtlich fein für die nun schon 23. Zschachwitzer Dorfmeile. Auch die Lichterketten hängen schon hoch über der Bahnhofstraße und der Putjatinstraße. „Das waren die freundlichen Wichtel von der Freiwilligen Feuerwehr Niedersedlitz“, sagt Detlef Eilfeld, der Vorsitzende des Gewerbevereins Dorfmeile. „Am Freitag werden dann die letzten Buden aufgebaut.“ Über 50 kleine Stände mit Glühwein, Weihnachtsleckereien und Kunsthandwerk werden am Sonnabend nicht nur Kleinzschachwitzer anlocken. Für Geschichtsfreunde gibt es ab 11 Uhr einen historischen Rundgang durch das früher selbstständige Dorf. Der legendäre Fürst Nikolai Abramowitsch Putjatin, dargestellt von Schauspieler Frank Müller, unterhält auf erheiternde Weise Erwachsene und Kinder mit weihnachtlich angehauchten Geschichten. Typisch Kleinzschachwitz: der russischstämmige Ahnherr des Stadtteils ist überall präsent.

Wer einmal den Blick aus dem „Storchennest“, dem früheren Turm des Putjatinschen Landhauses genießen möchte, kann dies am Sonnabend tun. Allerdings auf eine eher ungewöhnliche Weise. Ein großer Hubsteiger hievt die Besucher an genau die Stelle, wo der Fürst ursprünglich über Kleinzschachwitz blickte – heute ein Punkt in der Luft über einer Villa an der Putjatinstraße.

Damit sich die Kleinsten nicht neben ihren kulturell interessierten Eltern langweilen, gibt es für sie eine besondere Attraktion. „Sie können auf unserer Dorfmeile mit echten Baumaschinen einen Sandcontainer ausbaggern“, sagt Vereinschef Eilfeld.

www.zschachwitzer-dorfmeile.de