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Welches Instrument passt zu mir?

Beim Tag der offenen Musikschule gab es viel zu entdecken. Die Vielfalt macht die Entscheidung schwer.

Familie Schmaller aus Torno zeigte sich begeistert und fasziniert zugleich vom Instrument Schlagzeug, das Tochter Juliane bei Professor Alexander Peter (links) ausprobieren durfte.
Familie Schmaller aus Torno zeigte sich begeistert und fasziniert zugleich vom Instrument Schlagzeug, das Tochter Juliane bei Professor Alexander Peter (links) ausprobieren durfte. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Vier Familienmitglieder haben am Samstagnachmittag ein gemeinsames Ziel: Schnupperunterricht in der Musikschule Hoyerswerda. Die beiden Eltern Jana und Stefan Schmaller sind sich bei der Wahl eines zukünftigen Instrumentes schnell einig gewesen. Für die Eltern soll das Erlernen des Gitarrenspieles demnächst im Mittelpunkt stehen. Deshalb sind sie zum Tag der offenen Tür gekommen, um sich näher darüber zu informieren. „Wir möchten gemütlich zusammensitzen, dabei mit der Familie gemeinsam musizieren und singen. Am liebsten bei Lagerfeueratmosphäre. Mit Musik kann man sich überall verständigen und sie verbindet Generationen miteinander“, meint Jana Schmaller.

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Die beiden Töchter musizieren dagegen schon seit ihrer frühen Kindheit. Annabell hat bereits erste Erfahrungen mit der Triola sammeln können. Jetzt schwebt der 13-Jährigen Klavier oder Gitarre vor. Ihre Schwester Juliane lernt seit zwei Jahren Blockflöte. Ein Instrument, das von den Anschaffungskosten, der Größe und dem Gewicht her ideale Voraussetzungen für den Einstieg in den Instrumentalunterricht bietet, erklärt Mutter Jana. Juliane möchte jetzt gern weitere Instrumente erlernen. Am liebsten Querflöte oder E-Gitarre.

Die musikalischen Reise an diesem Nachmittag könnte sie zu Saxofon, Trompete, Kornett, Jazz-Klavier, Schlagzeug, Gitarrenensemble Paledro, Fagott, Probe des Sinfonischen Orchesters, Violine, Violoncello, Gesang, Klarinette, Akkordeon, musikalische Früherziehung, Tuba, Posaune und Horn führen.

Zuerst möchte das Mädchen das Schlagzeug näher kennenlernen. Bei Alexander Peter ist die Familie in sehr guten Händen. Der Professor versteht es, dem Mädchen die anfängliche Scheu schnell zu nehmen. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich Juliane schon nach wenigen Sekunden als kleines Naturtalent präsentiert, das zum Musizieren eine der wichtigsten Eigenschaften von Hause aus mitbringt: Sehr viel Gefühl. Professor Alexander Peter erklärt sehr anschaulich, woraus ein Schlagzeug besteht und wie man es richtig bedient. „Schlagzeugspieler halten sich zudem motorisch, körperlich und auch geistig fit, weil sie viele verschiedene Dinge zeitgleich machen“, erklärt der Pädagoge.

Ines Mucha hat bereits vor einigen Monaten das Cello für sich entdeckt. Wenngleich sich die Musikschülerin anfänglich ein ähnliches Angebot gewünscht hätte, wie es für Kinder angeboten wird. Beim sogenannten Instrumentenkarussell können Mädchen und Jungen verschiedene Instrumente testen und ausprobieren, bevor sie eine Entscheidung fällen. „Das wäre doch mal eine Idee, die man auch für Erwachsene aufgreifen könnte“, meint Ines Mucha.

Bei Schulleiterin Nicole Koniarski informieren sich Besucher an diesem Samstag über die Angebote der Musikschule, an der 767 Schüler unterrichtet werden und zu der auch eine Außenstelle in Lauta gehört. Freilich gibt es auch Neues zu berichten. Ab dem 3. Mai startet ein neuer musikalischer Babykurs für Kinder. Und am 13. und 14. April findet erstmals ein Improvisationsworkshop mit Philipp Standera statt. Der studierte Jazz-Pianist wird den Teilnehmern mit professionellen Tipps zur Seite stehen.

„In der Musikschule ist für jede Generation etwas zu finden. Wir haben keine Altersgrenzen. Neben den regulären Angeboten werden Schüler im Rahmen der Ganztagsschulprojekte (GTA) betreut. Und es finden musikalische Frühherziehung in den Kindergärten in Hoyerswerda und den umliegenden Gemeinden sowie Instrumentalunterricht an der Grundschule in Lauta statt.“, erklärt Christin Steinborn von der Öffentlichkeitsarbeit. Von der Angebotspalette sei derzeit tatsächlich alles gefragt. Den klassischen Renner, der vor ein paar Jahren noch Gitarre hieß, gäbe es nicht mehr. Dennoch sei man immer auf der Suche nach neuen interessierten Musiklehrern, um mehr Schülern Unterrichtsstunden anbieten zu können. Denn in einigen Bereichen sind die Kapazitäten ausgeschöpft und es gibt Wartezeiten.