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Warum die Notärzte in der Stadt fehlen

Görlitz hat ein Dauerproblem mit der Besetzung des Dienstplanes. Am Jahresende hilft ein Glücksfall.

Von Gabriela Lachnit
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Bei lebensbedrohlichen Situationen rückt der Notarzt aus – wenn es einen im Dienstplan gibt.
Bei lebensbedrohlichen Situationen rückt der Notarzt aus – wenn es einen im Dienstplan gibt. © Claudia Hübschmann
Oberarzt Andreas Kinscher ist Dienstplaner für Görlitzer Notärzte. Er arbeitet im St. Carolus.  
Oberarzt Andreas Kinscher ist Dienstplaner für Görlitzer Notärzte. Er arbeitet im St. Carolus.   © Constanze Knappe

Diesen Sonnabend im Oktober wird Petra Schulte (Name geändert) nicht so schnell vergessen. Ihre Mutter redete Unsinn, hatte Wortfindungsstörungen. Etwas stimmte nicht. Es folgte ein Anruf beim Bereitschaftsdienst unter 116117. Dort wurde Frau Schulte an die Notrufnummer 112 verwiesen, da nach den geschilderten Symptomen der Verdacht auf einen Schlaganfall bestand. „Kurze Zeit später kamen zwei Rettungssanitäter“, berichtet Petra Schulte, „aber kein Notarzt.“ Es gebe keinen an diesem Tag, erfuhr sie von den Sanitätern. Frau Schulte fuhr im Rettungswagen mit ins Görlitzer Klinikum, unterhielt sich mit einem der Sanitäter. „Ich merkte ihm an, dass es ihm um die Zukunft des Notarztdienstes in Görlitz bange ist“, erklärt die Frau.

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