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"Wenn Lkw darüber fahren, donnert's mörderisch"

Prischwitz. Arnold Sowa kann nicht mehr ruhig schlafen. Daran ist ein Gullydeckel schuld. Auf der Dorfstraße, genau vor seiner Haustür, ragt dieser zwei Zentimeter über die Fahrbahn hinaus. "Jedesmal wenn ein Lkw darüber fährt, donnert's mörderisch", erzählt Arnold Sowa.

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Prischwitz. Arnold Sowa kann nicht mehr ruhig schlafen. Daran ist ein Gullydeckel schuld. Auf der Dorfstraße, genau vor seiner Haustür, ragt dieser zwei Zentimeter über die Fahrbahn hinaus. "Jedesmal wenn ein Lkw darüber fährt, donnert's mörderisch", erzählt Arnold Sowa. Weil niemand sich für den Schaden zuständig fühlte, wandte er sich an die SZ.
Bereits seit drei Jahren liegt Arnold Sowa mit dem Straßenbauamt Bautzen und dem Abwasserzweckverband (AZV) "Mittleres Schwarzwasser" im Streit. Da der Schaden wegen einer Fahrbahnabsenkung zu Stande kam, sei das Straßenbauamt verantwortlich, argumentierte der AZV. Nach dem Amt müsste aber der AWZ die Reparaturkosten zahlen. Der eigentliche Verursacher, die Baufirma existiert nicht mehr. Die Kosten belaufen sich nach Auskunft AZV-Geschäftsführerin Ursula Oertel auf über 20 000 Mark.
Jetzt kam es kurzfristig zu einem Treffen zwischen dem AZV, dem Straßenbauamt und Arnold Sowa an den schadhaften Gullydeckeln. Das Ergebnis: Der Abwasserzweckverband muss die Kosten für die Reparatur alleine tragen. Das Straßenbauamt lehnte eine Beteiligung ab. Dazu sei es laut Vertrag auch nicht verpflichtet.
Um noch größere Schäden, beispielsweise durch Schneepflüge, zu verhindern, soll rings um die Deckel Asphalt aufgefüllt werden. Im Frühjahr wird dann der Schaden endgültig behoben. Arnold Sowa freut sich über die schnelle Einigung: "Dann kann ich hoffentlich wieder ruhig schlafen." (td)

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