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Wie eine Idee ganz Döbeln stärkt

Seit Beginn der Aktion sind Gutscheine für fast 64.000 Euro verkauft worden. Immer mehr Händler wollen sich beteiligen.

Bettina Illge, Inhaberin des Geschäfts „Trends in Leder“, hat schon einige der neuen Gutscheine von Kunden in Empfang genommen.
Bettina Illge, Inhaberin des Geschäfts „Trends in Leder“, hat schon einige der neuen Gutscheine von Kunden in Empfang genommen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Eine Idee aus der Coronakrise wird sich als langlebiger als das Virus erweisen und die Döbelner Wirtschaft auf lange Sicht stärken. Der Stadtwerbering und der Döbelner Anzeiger hatten, als die Geschäfte geschlossen bleiben mussten, Gutscheine ausgegeben, um das Geld in der Stadt zu halten. 

Der Erfolg gibt der Döbelner Händlervereinigung recht. Bisher wurden für fast 64.000 Euro Gutscheine „DÖBELNpräsent“ verkauft. Neuerdings steht auch ein Gutschein im Wert von 10 Euro zur Verfügung. Bisher gab es nur solche für 40 und 25 Euro.

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Ausweg aus Geschenk-Dilemma

Auch Bettina Illge hat für ihr Geschäft „Trends in Leder“ am Niedermarkt schon einige Gutscheine abgerechnet. „Das ist für die Gemeinschaft eine schöne Lösung. Das stärkt ganz Döbeln“, sagt sie. „Es ist eine gute Sache, dass die Kunden sich entscheiden können, wo sie den Gutschein einlösen. Oft ist es ja so, dass sich der Beschenkte nicht äußert, was er gerne haben möchte“, sagt sie.

Für den Stadtwerbering entwickelt die Aktion eine ganz eigene Dynamik. Sie sorgt nämlich für neue Mitglieder. Um auch Akzeptanzstelle zu werden, seien neun neue Mitglieder beigetreten, sagte Matthias Poch, Vorstandsmitglied im Stadtwerbering und Geschäftsführer der Döbelner Redaktions- und Verlagsgesellschaft. 

Darunter seien solche Schwergewichte wie die RHG, Zoo & Co. und der Edeka-Markt Bühler. Aber auch Einklang der Bioladen, das Autohaus Döbeln und das Autohaus Ertl. Die Zahl der Akzeptanzstellen in Döbeln steige damit auf 46.

Döbelner Privatleute kaufen Gutscheine für 6.000 Euro

Seit Beginn der Aktion sind Gutscheine im Wert von fast 64.000 Euro verkauft worden, sagte Matthias Poch. Ein großer Teil ist von Döbelner Unternehmen an ihre Mitarbeiter verschenkt worden. 

„Aber rund 6.000 Euro sind auch schon von Privatleuten gekauft worden. Es ist beschlossen worden, die Gutscheine dauerhaft zu etablieren unter dem Slogan ‚Eine Stadt, ein Gutschein‘“, sagte Poch. „Es ist die letzte Chance für die Einkaufsstadt Döbeln, dass die Händler alle an einem Strang ziehen.“ 

Über die Strukturen der Döbelner Redaktions- und Verlagsgesellschaft erfolgt die Abrechnung der Gutscheine.Zum Gesamtpaket des Stadtwerberings gehöre auch eine Werbestrategie, mit der nicht nur die Gutscheine, sondern auch die langen Sonnabende in der Innenstadt beworben werden, sagte Matthias Poch. 

Zu diesen hatten sich Händler des Stadtwerberings nach mehreren Anläufen und langen Diskussionen geeinigt. Entgegen den Sonntagen unterliegen die Händler an den Sonnabenden keinen Beschränkungen.

Werbung für langen Sonnabend in Döbeln

Jeden ersten Sonnabend im Monat sollen die Geschäfte von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. Los geht es am 5. September. Der lange Sonnabend im Monat darauf fällt auf den 10. Oktober, weil der erste Sonnabend vom Tag der deutschen Einheit belegt ist. 

Am November wird es am 7. einen langen Verkaufssonnabend geben. Beim Bewerben soll auch das neue Internetportal „Mein Döbeln“ mit eingebunden werden. Aktionen der Döbelner Händler werden dort unter einer eigenen Rubrik angekündigt, sagte Poch.

Zu kaufen gibt es die Einkaufsgutscheine in der Löwen-Apotheke am Obermarkt, im Treffpunkt des Döbelner Anzeigers und bei der Bäckerei Körner am Niedermarkt.

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