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Wie Weberschiffchen schwimmen können

Das lustige Rennen auf der Lausur ist diesmal eine sehr ernste Angelegenheit für die Großschönauer Feuerwehrleute. Warum, das lesen Sie hier.

Großschönaus Feuerwehrchef Fabian Hälschke zeigt die stilisierten Weberschiffchen, die am Sonnabend auf der Lausur für kranke Kinder schwimmen.
Großschönaus Feuerwehrchef Fabian Hälschke zeigt die stilisierten Weberschiffchen, die am Sonnabend auf der Lausur für kranke Kinder schwimmen. ©  Rafael Sampedro

Fabian Hälschke hat schon mal reichlich 200 Weberschiffchen bauen lassen. Der Chef der Großschönauer Feuerwehr hofft, dass er die kleinen Hölzer an diesem Sonnabend so teuer wie möglich verkaufen kann. Denn das 4. Weberschiffchen-Rennen auf der Lausur wird diesmal nicht nur ein lustiger Wettkampf zum Grußschinner Schissn sein, sondern auch eine sehr ernste Angelegenheit.

Die Idee ist Fabian Hälschke zum letzten Dreieck-Rennen des Motorsportclubs Oberlausitz im Zittauer Gebirge gekommen, bei dem die Großschönauer Feuerwehrleute geholfen hatten, das Rennen und die Strecke abzusichern. An dem Rennen, erzählt Hälschke, hatte auch das "Eastside Nascar Racing-Team" von Jan Wätzig aus Wolkenstein im Erzgebirge teilgenommen. Der ehemalige Rennfahrer fährt die Motorsport-Rennen nicht mehr zum eigenen Vergnügen, sondern für schwer kranke Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit dem Dresdener Sonnenstrahl-Verein hilft das Team ihnen und ihren Familien, für ein paar Stunden dem schwierigen Krankenhausalltag zu entfliehen und auf andere Gedanken zu kommen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen, ihre Eltern und Geschwister dürfen auf dem Beifahrersitz der Rennwagen mitfahren und echtes Rennsportfeeling erleben.

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"Ich habe bei dem Dreieck-Rennen die strahlenden Augen der Kinder gesehen", sagt Hälschke. "Das war großartig." Die Großschönauer Feuerwehrleute haben nicht lange überlegt: In diesem Jahr veranstalten sie ihr Weberschiffchen-Rennen auf der Lausur für das Motorsport-Rennen des Sonnenstrahl-Vereins. Fabian Hälschke hofft, dass die 200 Schiffchen alle teuer verkauft werden. Mindestens 2,50 Euro ist die Startgebühr. Wer will, kann auch gerne mehr geben. "Wir möchten mit dieser Aktion auf das Ehrenamt im Allgemeinem aufmerksam machen", sagt der Feuerwehrchef, "aber auch darauf, dass man sich untereinander hilft und gemeinsam für krebskranke Kinder und ihre Familien einsteht." Die Feuerwehr hilft schließlich, wo sie nur kann.

Das Weberschiffchen mit der Glückszahl-Nummer 13 übrigens ist schon verkauft: Es wird in Gedenken an Mario Kahl auf der Lausur schwimmen. 100 Euro hat die Familie des im Frühjahr an Krebs gestorbenen Großschönauer Awego-Gründers dafür gespendet. Das  Weberschiffchenrennen - ein traditionelles Entenrennen auf Art des Textildorfs Großschönau - wird bereits zum vierten Mal anlässlich des Grußschinner Schissns von der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet. Die Schausteller stiften die Preise für die Sieger. Die Gewinner bekommen auf den Fahrgeschäften Freifahrten.

4. Weberschiffchen-Rennen auf der Lausur, am Sonnabend, 16 Uhr. Verkauf der Weberschiffchen ab 14 Uhr an der Brücke am Kleinen Bad.

7. Oberlausitzer Dreieck-Rennen am 7. und 8. September mit Start am Jägerwäldchen.

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