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Wir sind auf Job-Suche in der Heimat

Viele junge Leute nutzten den zweiten Rückkehrertag in Neugersdorf, weil es sie wieder in die Oberlausitz zieht.

Auch das Hirschfelder Unternehmen "fit" präsentierte sich beim Rückkehrertag in Neugersdorf.
Auch das Hirschfelder Unternehmen "fit" präsentierte sich beim Rückkehrertag in Neugersdorf. © Rafael Sampedro

Vivien und Michael Hanke kommen zurück

Vivien Hanke ist Neugersdorferin. "Wir haben jetzt zehn Jahre in Berlin gelebt", erzählt die 33-Jährige. Jetzt kommt sie mit ihrem Mann und der zweijährigen Tochter Charlotte zurück. Ihr Mann Michael hat als Berliner kein Problem damit. "Berlin ist zu voll, zu laut. Für unsere Kleine ist es hier viel schöner", meint er. Vivien Hanke ist Rechtsfachwirtin und sucht einen Job bei einem Anwalt oder Notar und er in einem kaufmännischen Bereich. Sie haben in Niedercunnersdorf ein Grundstück und bauen dort ein Haus. 

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Maren Mählig will seit 23 Jahre wieder Heimkommen

"Seit 23 Jahren wollen wir eigentlich schon wieder zurück kommen", sagt Maren Mählig. Die 41-Jährige und ihr Mann sind Schönbacher und leben mittlerweile in Tuttlingen in Baden-Württemberg. Ihre "Sandkastenliebe" hat bis heute gehalten, erzählen sie. Genauso, wie die zur Oberlausitzer Heimat. Ihre Eltern und Freunde sind hier. Auch deswegen wollen sie jetzt zu Rückkehrern werden. "Mein Mann ist sogar schon fast da", verrät Maren Mählig.  

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Lucas Gutte braucht einen Überbrückungs-Job

Lucas Gutte wohnt in Schwerin und sucht einen Überbrückungs-Job in seiner Heimat. Der Eckartsberger will in einem Jahr für vier Jahre zur Bundeswehr. Er hat eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit abgeschlossen." Ich mache eigentlich alles", sagt er. Der 23-Jährige würde bis zu seinem Dienst bei der Bundeswehr auch in einem handwerklichen Beruf arbeiten. Einige Firmenstände interessierten ihn deshalb beim Rückkehrertag besonders.

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Carolin Rüprich und Steve Ender würden hierher ziehen

"Die Überlegung hier her zu ziehen, ist bei uns schon da", sagt Carolin Rüprich. Die Hallenserin wohnt mit Steve Ender und ihrem elf Monate alten Sohn Kurt in Ihringen am Kaiserstuhl im Südwesten Baden-Württembergs. Sie hat Betriebs-Wirtschafts-Lehre studiert und Steve Ender ist Physiotherapeut. Der 33-Jährige ist Bertsdorfer. Gemeinsam sind sie jetzt schon einmal auf Weihnachtsurlaub in seiner alten Heimat gewesen. Sie können sich gut vorstellen, in die Oberlausitz zu ziehen. 

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Ralf Steglich sucht einen neuen Job

Ralf Steglich ist eigentlich Großröhrsdorfer, lebt mittlerweile aber in Löbau. "Ich brauche ab Januar 2019 einen neuen Job", erzählt er. Der 47-Jährige ist Dachdecker und Pferdewirt für Zucht und Haltung. "Für einen neuen Arbeitsplatz bin ich aber flexibel", schildert er. Ralf Steglich würde auch jederzeit in einem handwerklichen Beruf arbeiten. Die Auswahl dafür war zumindest groß am Donnerstag beim Rückkehrertag in Rößlers Ballsaal in Neugersdorf. 

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Jenny Schröder und Christian Illner sind daheim

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Etwa 30 Unternehmen stellten sich in Neugersdorf vor und warben um neue Mitarbeiter und Heimkehrer.

Noch wohnen Jenny Schröder (28) und Christian Illner mit ihren zwei Kindern in Chemnitz. Aber die Ebersbacher können sich gut vorstellen, wieder in ihre Heimat zurück zu kehren. "Unsere Familien und viele Freunde wohnen hier", sagt Christian Illner. Der  33-Jährige ist Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung. In der Heizungs-, Lüftungs-oder Sanitärbranche sieht er für sich schon eine Chance für einen Arbeitsplatz in der Region. Sie sind jedenfalls zu einer Rückkehr bereit.

© Rafael Sampedro

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