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Wird in Jonsdorf eine neue Eishalle gebaut?

Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster beschäftigt die Zukunft der touristisch wichtigen Einrichtung. Deshalb hat er einen Vorschlag.

Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster.
Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster. © Matthias Weber (Archiv)

Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster würde die in die Jahre gekommene Jonsdorfer Eishalle gern unter dem Dach der Trixi-Park GmbH sehen. Damit will er die „Basiseinrichtung der touristischen Infrastruktur“ auf ein festes und zukunftsfähiges Fundament stellen, wie er kürzlich in Bertsdorf-Hörnitz klar machte.

"Kommen wir im Rahmen eines Gutachtens mit Aussagen zum Beispiel zur baulichen Beschaffenheit, Restnutzungsdauer und zur Gesamtenergieeffizienz unter gleichzeitiger Betrachtung aktueller Trends in den Segmenten Tourismus, Aktivsport, Indoor, Innovation zu dem Ergebnis, ein moderner Neubau ist finanzierbar und nachhaltiger als die Sanierung des Bestandes, müssen wir uns gemeinsam nicht nur Gedanken über die Finanzierung der Investition machen, sondern vor allem über die Strukturen des Betriebs", teilte Förster auf SZ-Anfrage mit. "Auch hier muss man gegebenenfalls größer denken. Warum nicht auf finanzkräftigere und in diesem Unternehmensbereich tätige, juristische Personen des Privatrechts, deren Gesellschafter Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, zurückgreifen?"

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Dem Olbersdorfer Bürgermeister liegt die Halle gleich aus mehreren Gründen am Herzen. Als Chef der Verwaltungsgemeinschaft mit Jonsdorf ist er auch ein bisschen für die Geschicke in dem Gebirgsort mitverantwortlich. Als Beirat des Vorstandes des "ESC Jonsdorf – Zittauer Gebirge" hat er die Eissportler in den verschiedenen Altersklassen im Blick. Als Projektkoordinator des Outdoor-Landes im Naturpark Zittauer Gebirge hält er die Halle als Touristen-Magnet für unverzichtbar. Damit dieser erhalten bleibt, "möchte ich mich, ganz im Einvernehmen mit meinem Kollegen, Bürgermeister Christoph Kunze, und unter ständiger Beiziehung des Geschäftsführers der Kur- und Tourismus GmbH, Herrn Maik Tempel, in diesen Prozess einbringen, schon deshalb, weil ich ihn 'losgetreten' habe", so Förster. 

Für dieses Ziel ist er auch bereit, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. "Um die Eishalle in die Zukunft zu führen, bedarf es eben nicht nur einer Zustandsbeschreibung einer in die Jahre gekommenen Eissporthalle und deren Instandsetzung/Modernisierung, sondern – als Ganzjahres(sport-)angebot für einen „schwächelnden“ Wintersportstandortmangels kontinuierlicher Schneesicherheit – völlig neuer Ideen/Ansätze", teilte er mit.

Förster hatte bereits 2011 ein noch viel weiter gehendes Modell angeregt: Er schlug vor, alle für den Tourismus und die Naherholung wichtigen Einrichtungen in und um Zittau zu bündeln. Damals war der Vorschlag nicht aufgegriffen worden. 

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Die Trixi-Bad GmbH gehört dem Landkreis Görlitz, den Gemeinden Großschönau,  Hainewalde und Bertsdorf-Hörnitz und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem erfolgreichen Unternehmen mit vier Millionen Euro Umsatz und 156.000 Euro Gewinn im Jahr 2017 entwickelt und mehrere Großinvestitionen gestemmt. Bertsdorf-Hörnitz gehört ebenfalls zur Verwaltungsgemeinschaft mit Olbersdorf. 

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