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Wo die Wunschbäume wachsen

An zwei Stellen haben bedürftige Kinder ihre Weihnachtswünsche auf Sterne geschrieben. Und hoffen, dass jemand sie erfüllt.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ines Eifler

Die mit Sternen geschmückte Kunsttanne gleich am Eingang des Adler-Modemarkts in Königshufen ist nicht zu übersehen. Der Laden ist voll an diesem Vormittag in der Adventszeit. Mancher der Kunden schaut genauer hin, interessiert sich dafür, was auf den angehefteten Zetteln steht, liest „Skijacke“, „Winterstiefel“, „ein Holzspiel von Haba“, „was von Lego Star Wars“ und anderes, was sich Kinder zu Weihnachten wünschen. Wer möchte, kann eines der erhofften Geschenke im Wert von 20 Euro kaufen und unter den Tannenbaum legen.

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„Wir haben in diesem Jahr zum ersten Mal einen Wunschbaum aufgestellt“, sagt Adler-Filialleiterin Michaela Starke. 2012 war eine Filiale in Rheinland-Pfalz Vorreiterin, diesmal setzt Adler die Aktion bundesweit um. Gemeinsam mit dem Verein Görlitzer Tafel sei für Görlitz die Idee entstanden, Kindern aus sozial benachteiligten Familien Weihnachtswünsche zu erfüllen.

So haben 18 Kinder von Eltern, die regelmäßig bei der „Tafel“ Lebensmittel kaufen und sich größere Geschenke nicht leisten können, ihre Wünsche an den Baum gehängt. Eine Handvoll davon haben Adler-Kunden und -Mitarbeiter schon erfüllt. Falls am Ende einige Wünsche übrigbleiben sollten, kauft Adler die Geschenke selbst, damit niemand leer ausgeht. „Die Kinder können ja nichts für die finanzielle Situation ihrer Eltern“, sagt Michaela Starke. Aber Weihnachten würden Geschenke einfach dazugehören, für jedes Kind. „Und wenn alle gemeinsam mithelfen, kommen wir diesem Ziel vielleicht etwas näher.“

Einen zweiten Wunschbaum gibt es in der Görlitzer Commerzbankfiliale in der Berliner Straße. Hier haben zwar keine sozial benachteiligten Kinder ihre Wünsche auf Sterne geschrieben, aber ein Fußballverein, der Hilfe benötigt. Der SV Blau-Weiß Empor Deutsch-Ossig braucht zum Beispiel Trikots, Fußbälle, Torwarthandschuhe, wünscht sich aber auch Zuschüsse für Weihnachtsfeiern und Eintrittskarten für ein Dynamo-Dresden-Spiel. Die Commerzbank bittet Kunden und Mitarbeiter bereits zum zweiten Mal um Weihnachtsgeschenke für Kinder. Im vergangenen Jahr unterstützte sie damit das Kinderheim der Diakonie in Weinhübel. „Es ist uns wichtig, etwas für die heranwachsende Generation in unserer Region zu tun“, sagt Geschäftsführer Torsten Fröde. Kamen im Vorjahr etwa 700 Euro zusammen, glaubt er, dass auch diesmal bis zum 23. Dezember alle Kinderwünsche erfüllt werden.