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Zum 200. Mal gibt es ein Brigadetreffen

Hans-Peter Zacharias engagiert sich nicht nur in Vereinen. Er organisiert auch die Treffen seiner ehemaligen Mitarbeiter.

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Von Bärbel Schumann

Auf dem Wohnzimmertisch von Hans-Peter Zacharias und seiner Frau Isolde liegen zwei dicke Ordner mit Seiten voller gesammelter Bilder, Zeitungsausschnitte und handschriftlichen Aufzeichnungen. Es ist die Chronik von den Treffen und Ausfahrten der ehemaligen Brigade Solidarität der einstigen Harthaer Hausschuhwerke. Sie wurde 1990 aufgelöst. Keiner der acht Frauen und zwei Männer dachte damals, dass der „Brigade-Geist“ das ganze Hausschuhwerk überleben würde. Ab 1992 organisierten sie ihre Brigadetreffen. Wenn sich die Mitglieder heute Nachmittag in der Gaststätte Gambrinus zum 200. Mal treffen, gibt es das traditionsreiche Werk in Hartha schon einige Zeit nicht mehr.

„Als damals viele entlassen wurden, neue Strukturen kamen, da hatte keiner von uns je gedacht, dass in Hartha mal keine Hausschuhe mehr hergestellt werden“, sagt Zacharias. Umso mehr freut es den einstigen Brigadeleiter, dass die noch lebenden Mitglieder den Treffen die Treue halten. Wer noch berufstätig ist, arbeitet heute in verantwortungsvollen Positionen. Die meisten genießen ihren verdienten Ruhestand.

Bis zu seinem Tod hat Siegfried Conrad die Treffen organisiert. Danach übernahm das Hans-Peter Zacharias. „Uns war immer wichtig, dass wir uns nicht nur zum Kaffee oder Essen trafen“, erklärt der Waldheimer. Deshalb sind die Frauen und Männer oft auf Wanderschaft gegangen, haben gekegelt oder waren im Landkreis unterwegs. Gemeinsam wurden auch runde Geburtstage oder andere Jubiläen gefeiert.

„Mir macht es Spaß, wenn ich etwas Nützliches tue, mich einbringen kann und damit auch anderen eine Freude bereite“, begründet Hans-Peter Zacharias sein Engagement. Neben den Brigadetreffen ist er auch als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Lebensqualität und Diabetes in Waldheim aktiv, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört. Außerdem ist er der Chef der Interessengemeinschaft Museum des Waldheimer Heimatvereins. Oft trifft man ihn im Museum an, wenn er beispielsweise Besuchern Interessantes zur Geschichte Waldheims vermittelt. „Das könnte ich nicht alles tun, wenn meine Frau Isolde nicht zu mir stehen würde oder wir oft auch gemeinsam etwas unternehmen“, sagt er. So war es nicht verwunderlich, dass das Ehepaar auch in diesem Jahr wieder zu den vielen Helfern und Akteuren des Waldheimer Weihnachtsmarktes gehörte.