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Zur Strecke gebracht

Vor allem Schwarzwild ging es bei der Großjagd in Rauden an den Kragen. Das verringert Wildschäden, hoffen Landwirte.

Von Constanze Knappe
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Das Halali der Jagdhornbläser beendet vor der Kulturscheune in Rauden die Großjagd. Die Ausbeute war geringer als vor einem Jahr.
Das Halali der Jagdhornbläser beendet vor der Kulturscheune in Rauden die Großjagd. Die Ausbeute war geringer als vor einem Jahr. © Foto: Joachim Rehle

Als das Halali erklingt, beginnt es schon fast zu dämmern. Vor der Kulturscheune in Rauden, einem Ortsteil der Gemeinde Boxberg, haben sich am Sonnabend weit über 300 Menschen eingefunden. Einige als Zuschauer, doch hinter den meisten von ihnen liegen sieben anstrengende Stunden, vor ihnen das erlegte oder wie es fachmännisch heißt „zur Strecke gebrachte“ Wild. Es sind, wie Jan Prignitz verkündet, ein Rotwild, 25 Stück Schwarzwild, zehn Rehe, zwei Füchse und ein Waschbär. Ehe der Referatsleiter der Verwaltung des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft den erfolgreichen Jägern ein Tannenzweiglein übergibt, was sich hervorragend an deren Hüten macht, ist ihm vor allem eines wichtig: Bei dieser Gemeinschaftsjagd kam kein Mensch zu Schaden. Es werde immer mal wieder einer der Treiber von einem Wildschwein angegriffen. „Diesmal war das zum Glück nicht der Fall“, sagt er. Ein Jagdhund wurde von einem Schwarzwild geschlagen und musste mit einer tiefen Fleischwunde vom Tierarzt versorgt werden.

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