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Kabinett beschließt Rentenerhöhung zum 1. Juli - Rentenwerte jetzt angeglichen

Knapp sechs Prozent mehr bekommen Rentner im Osten und 4,4 Prozent im Westen. Damit gleichen sich die Rentenwerte fast 33 Jahre nach der Wiedervereinigung an.

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Die Renten sollen zum 1. Juli um 4,39 Prozent in Westdeutschland und um 5,86 Prozent in Ostdeutschland steigen.
Die Renten sollen zum 1. Juli um 4,39 Prozent in Westdeutschland und um 5,86 Prozent in Ostdeutschland steigen. © Archivbild: dpa/Stephan Scheuer

Berlin. Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner bekommen wie geplant ab 1. Juli mehr Geld. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin ein Rentenplus von 4,39 im Westen und 5,86 Prozent im Osten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Die Zahlen hatte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) schon im März veröffentlicht.

Neben der Rentenerhöhung kommt es fast 33 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung außerdem zur Angleichung des Rentenwerts in Ost und West, ein Jahr früher als geplant. Die vom Kabinett beschlossene Verordnung muss noch vom Bundesrat angenommen werden, was aber Formsache ist. Der Bundestag muss nicht zustimmen.

Die Renten steigen im Normalfall jedes Jahr zum 1. Juli. Sie richten sich nach der Lohnentwicklung im Land. Bei sinkenden Löhnen verhindert allerdings eine sogenannte Rentengarantie, dass auch die Altersbezüge sinken. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu Nullrunden, wie vor zwei Jahren im Zuge von Corona oder 2010 nach der Finanzkrise.

Infolge der Erhöhung steigt eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, um rund 44, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um fast 60 Euro. Dass die Renten im Osten stärker steigen als im Westen liegt an der sogenannten Angleichungstreppe: Bis 2024 sollte der Rentenwert Ost schrittweise an den im Westen angepasst werden, das wird nun schon in diesem Jahr erreicht.