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Illegales Bild auf Facebook-Seite eines Waldheimers

Die Polizei ermittelt wegen einer Fotomontage gegen einen 62-Jährigen. Er hatte auf den Post eines Waldheimers reagiert.

Die Polizei ermittelt wegen der  Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Die Polizei ermittelt wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. © dpa

Waldheim. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen einen 62-Jährigen aus Niedersachsen aufgenommen. Ihm wird die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

So soll der Deutsche im sozialen Netzwerk Facebook eine Fotomontage verwendet haben, die Bezug zur SS nimmt. Darauf zu sehen war nach Angaben der Polizei ein Mann, der zur Hälfte in SS-Uniform mit SS-Runen am Kragen sowie SS-Totenkopf auf der Schirmmütze, zur anderen Hälfte in eine Polizeiuniform gekleidet war.

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Ein Zeuge entdeckte die Montage, wandte sich diesbezüglich an die Polizei und erstattet Anzeige. Im Zuge der Ermittlungen konnten die Beamten den zunächst unbekannten Nutzer ausfindig machen. Die Spur führte schließlich zu dem verdächtigen 62-Jährigen aus Niedersachsen.

Auslöser des Ermittlungsverfahrens war laut Polizei ein Waldheimer Politiker. Jener hatte sich bereits am Mittwoch zu einem Beitrag im sozialen Netzwerk Facebook geäußert, der Bezug auf die Proteste von Corona-Kritikern in Berlin sowie die dortigen polizeilichen Maßnahmen nahm. Die strafbare Fotomontage des Niedersachsen war in den Kommentaren zu dem Beitrag des Waldheimers aufgetaucht.

Bild erneut sichtbar gewesen

Recherchen ergaben am Freitagnachmittag, dass es sich bei dem von der Polizei angesprochenen Waldheimer Politiker um den AfD-Stadtrat Mike Mende handelt. Auf dessen Facebook-Profil war der entsprechende Beitrag vom 18. November zu den Vorkommnissen in Berlin mit der illegalen Fotomontage in den Kommentaren noch immer zu sehen. Die Aufnahme tauchte mehrfach auf.

Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz, konnte sich am Freitagnachmittag nicht erklären, weshalb die Fotomontage erneut auf Facebook zu sehen war. „Ich kann nicht nachvollziehen, ob Facebook das Bild wieder erlaubt hat oder der Nutzer es erneut hochgeladen hat.“

Rydzik wollte das illegale Bild erneut, dieses Mal mit dem Verweis auf die bereits laufenden Ermittlungen in diesem Fall, melden. „Ich hoffe, dass es im Laufe des Tages wieder verschwindet.“

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