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Portugiesen berühren die Görlitzer

Die Gruppe Teatro Só erhält den Publikumspreis beim diesjährigen Viathea-Straßentheaterfestival. Sie kommt nächstes Jahr wieder.

© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

In wunderbare Kleider gehüllt und auf Stelzen laufend, stellen die beiden Schauspieler der portugiesischen Gruppe Teatro Só ein altes Ehepaar dar – zitternd, und doch voller Anmut. Die traurige, aber dennoch romantische Erzählung trägt den Namen „Sorriso“. Es sind liebevolle, berührende Szenen, nichts Hektisches. So stark, so ergreifend, dass manche Besucher zu Tränen gerührt sind. Beim Viathea-Straßentheaterfestival Ende Juni war „Sorriso“ im Stadtpark zu sehen, anschließend im Hof von Kommwohnen in der Konsulstraße.

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Und jetzt steht fest: Es ist das Stück, das den Besuchern in diesem Jahr am besten gefallen hat. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer zum Festival durchgeführten Umfrage des Viathea-Fördervereins. Sie fand zum zweiten Mal statt. Voriges Jahr gewann mit großer Mehrheit die Le Jun Dance Group, die eigens aus Taiwan angereist war.

Diesmal geht der Publikumspreis an Teatro Só. Die Portugiesen erhalten eine Einladung in das Hauptprogramm des 25. Viathea, das vom 4. bis 6. Juli 2019 stattfindet. „Bei diesem Preis prüft eine dreiköpfige Jury die Stimmenauszählung“, sagt Maria Reich, Pressereferentin am Theater, das das Viathea-Festival organisiert. Die Auszählung orientiere sich an den im Programmheft vorhandenen Stimmformularen. Die diesjährige Auszählung lief bis in den Juli hinein.

Daneben gab es beim Viathea noch ein Rätsel rund um eine vom Görlitzer Künstler und Stadtrat Andreas Neumann-Nochten gezeichnete Postkarte. Hier konnten Teilnehmer etwas gewinnen: Einen Picknickkorb zum Schlemmen und Vernaschen. Er geht an Andreas Ohms aus Görlitz. „Sein Antwortzettel wurde von unserer Jury per Zufallsprinzip gezogen“, sagt Maria Reich.

Viathea-Organisatorin Christiane Hoffmann und ihre Kollegen blicken derweil schon auf das nächste Jahr. Dann findet das 25. Viathea statt, also ein Jubiläum. Dazu sollen einerseits Künstler aus den vergangenen 24 Jahren erneut eingeladen werden, andererseits aber auch neue Darsteller. Ein kleiner finanzieller Grundstock ist schon da: Die SZ-Spendensammlung im Mai hatte 778 Euro mehr gebracht, als für dieses Jahr benötigt wurde. Diese Summe fließt ebenso ins Viathea wie das Geld, das der Förderverein während des diesjährigen Festivals gesammelt und gekeschert hatte.