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Pyramidenbauer gestalten den Wasaplatz

© Sven Ellger

Ab Sonntag drehen sich die Figuren auf der historischen Holzkonstruktion. Die Aufbauer haben sich dazu noch etwas Neues ausgedacht.

Von Annechristin Bonß

Zum Glück regnet es nicht. Andreas Geißler steht zufrieden am Wasaplatz. Dort bauen seit Donnerstag vier Mitarbeiter seiner Strehlener Baufirma das traditionelle Accessoire auf dem Areal für die Weihnachtszeit auf. Zum sechsten Mal hat Geißler diese Aufgabe übernommen. Schon seit Ende der 1980er-Jahre sorgen am Wasaplatz Pyramide und Schwibbogen im XXL-Format für weihnachtliche Stimmung. Gefertigt wurden die riesigen Dekorationsstücke im Erzgebirge.

Lange war der Altstrehlener Zimmermeister Otto-Joachim Krause für den Aufbau zuständig. Bei ihm lagern die hölzernen Teile auch das Jahr über. 2010 übernahm Bauunternehmer Geißler die Aufgabe, als sein Vorgänger in Rente ging. Zwei Tage brauchen die Arbeiter dafür. Weil der Aufbau erst nach dem Totensonntag beginnen kann und zum ersten Advent fertig sein muss, ist die Zeit knapp. „Manchmal hat es schon geschüttet, und wir mussten trotzdem ran“, sagt der Bauunternehmer. In diesem Jahr passt es mit dem Wetter.

Meter für Meter wächst die Pyramide nun in die Höhe. Drei Etagen, 18 Lampen, zwölf Flügel und 19 Figuren gehören zu dem Kunstwerk aus Holz. Alle paar Jahre müssen die Teile aus Holz mit Schutzmittel behandelt werden. Auch die Elektrik wird regelmäßig überprüft. Vor zwei Jahren hatten sich Unbekannte an der Pyramide vergangen und die Steckdosen herausgerissen. Andreas Geißler schüttelt mit dem Kopf. Verstehen kann er eine solche Tat nicht. „Hoffentlich passiert das nicht noch einmal“, sagt er.

Am Sonntag findet 11.30 Uhr der traditionelle Pyramidenanschub statt. Dann spielt auch der Posaunenchor. Damit die Musiker halbwegs trocken stehen, haben Geißlers Mitarbeiter erstmals ein Podest errichtet. Bis 6. Januar stehen Pyramide und Schwibbogen am Wasaplatz. Dann rücken die Arbeiter erneut an. Hoffentlich hält dann auch das Wetter.