merken
PLUS Radeberg

Auftakt und Ende einer Faschingssaison

Ohne Funkengarde fand am Mittwoch die Schlüsselübergabe in Radeberg statt. Diesmal war ein Totengräber dabei.

Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) übergab am Mittwoch den symbolischen Rathausschlüssel an Carsten John, Präsident des Karnevalclubs Großerkmannsdorf. Aus aktuellem Anlass war auch ein Totengräber dabei.
Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) übergab am Mittwoch den symbolischen Rathausschlüssel an Carsten John, Präsident des Karnevalclubs Großerkmannsdorf. Aus aktuellem Anlass war auch ein Totengräber dabei. © Marion Doering

Radeberg. Einen eher traurigen Faschingsauftakt gab es am Mittwoch um 11.11 Uhr vor dem Radeberger Rathaus. Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) übergab den Schlüssel an Carsten John, Präsident des Karnevalclubs Großerkmannsdorf. Stimmung wollte keine aufkommen. Einmal fehlten Funkengarde und das Prinzenpaar. Aus den Rathausfenstern regnete es auch keine Süßigkeiten. 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Außerdem waren zwei Schwarzgekleidete mit einem Sarg vor dem Rathaus aufgezogen. „Das waren der Totengräber und der Tod selber. Sie haben unsere Saison 20/21 auch gleich wieder zu Grabe getragen. Denn es wird in diesem und auch zu Beginn des nächsten Jahres von uns keine Faschingsveranstaltungen geben. Leider lässt das die aktuelle Lage nicht zu “, sagt Carsten John. Die Schlüsselübergabe am Rathaus ist normalerweise ein Ereignis, dass sich zahlreiche Radeberger nicht entgehen lassen. Eltern mit ihren Kindern oder Kita-Gruppen sehen sich den Tanz der Funkengarde an und ergattern Süßigkeiten. „Die meisten Radeberger ahnten wohl, dass es nur eine Minimalversion geben wird und sind gar nicht erst gekommen. Nur einige wenige haben auf einen Auftritt gehofft und waren auf dem Marktplatz. Ich kann alle nur auf den 11. 11. 2021 vertrösten. Dann werden wir wohl wieder einen gewohnten Auftakt für die Karnevalssaison geben.“ 

Dann strengen sich die Großerkmannsdorfer sicher besonders an. Es wäre nämlich ihre 55. Saison. Der Verein wurde 1967 gegründet. Der erste Präsident Siegfried Opitz und seine Mitstreiter wollten damals mehr Kultur aufs Land bekommen. Da lag es nahe, Faschingsfeiern zu veranstalten. Der Erfolg war groß. Die Karten waren ohne Werbung schnell ausverkauft. Nach einigen Jahren Unterbrechung konnte der Karnevalsklub Großerkmannsdorf 2018 erstmals wieder in die angestammte Spielstätte, die Turnhalle an der Alten Hauptstraße, einziehen, allerdings noch unter schwierigen Bedingungen. Denn das Gebäude war noch nicht vollständig fertig. Die Karnevalisten verlegten selber Hunderte Meter Kabel, stellten Schaltschränke auf und bauten provisorische Technik ein. Derzeit hat der Verein rund 60 Mitglieder. (SZ/td)

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg