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Baumpflanzparty im Kirchwald

Bei Seifersdorf und Wachau werden am Sonnabend 3.000 junge Bäumchen eingesetzt. Helfer sind willkommen.

Von Rainer Könen
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Dresdner Schüler hatten sich an einer Pflanzaktion der Stiftung Wilderness International in der Heide beteiligt. Am Sonnabend werden Bäume im Rödertal gepflanzt.
Dresdner Schüler hatten sich an einer Pflanzaktion der Stiftung Wilderness International in der Heide beteiligt. Am Sonnabend werden Bäume im Rödertal gepflanzt. © Archiv: Katja Frohberg

Wachau. Um das Weltklima ist es nicht zum Besten bestellt. Mit einer Pflanzaktion in der Nähe von Seifersdorf wollen die Organisatoren jetzt ein wenig zur Verbesserung beitragen. Tausende junge Bäumchen sollen im dortigen Kirchwald in den Boden kommen. Unterstützer der Aktion ist Pfarrer Jan Schober, der im Kirchspiel Radeberger Land vorwiegend für die Gemeinden Wachau, Seifersdorf und Schönborn zuständig ist. Dieses als Baumpflanzparty angekündigte Event, das von der Stiftung Wilderness International organisiert wird, fällt sozusagen in seinen Zuständigkeitsbereich.

Weil Tornado, heftige Stürme und Borkenkäfer den kircheneigenen Waldgebieten in der Gemeinde Wachau in den vergangenen Jahren arg zugesetzt haben – etliche der geschädigten Bäume mussten gefällt werden – gibt es dort seitdem etliche Freiflächen, die „wir aufforsten müssen“, so Jan Schober. Das habe ihm jedenfalls vor einiger Zeit der örtliche Revierförster geraten. Da kam das Anliegen der 2008 gegründeten Stiftung, dieses Aufforstungsprojekt zu unterstützen, gerade recht. Zumal diese Pflanzen als auch Fachkräfte stellt.

Vor zwei Jahren hatte die Stiftung Wilderness International in Dresden unter dem Motto „Mein Baum – mein Dresden“ die größte Baumpflanzaktion Deutschlands gestartet: 550.000 Bäume für Dresden – für jeden Einwohner sollte ein Baum eingesetzt werden. Aber weil für so viele Bäume in Dresden der Platz fehlt, hat man diese Aktion mittlerweile auch aufs Dresdner Umland ausgeweitet.

Damit sich am Samstag genügend Menschen beteiligen, hatte der Wachauer Orlaverein in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt. „Bei uns haben sich bisher über 130 Freiwillige gemeldet“, so Kuratorin Sabine Zimmermann-Törne. Für das kleine Waldgebiet in den Hanglagen des Seifersdorfer Tales habe man mittlerweile genug Helfer, hier machen 72 Menschen mit.

Helfer sollten Spaten und Gießkannen mitbringen

„Wäre schön, wenn sich für den Wachauer Standort noch weitere bei uns meldeten“, so Zimmermann-Törne weiter. 60 haben ihr Kommen bereits fest zugesagt. Man wolle mit neuen Baumarten dem Kirchwald der Gemeinde künftig ein anderes Gesicht geben, so Pfarrer Jan Schober. Weg von der durch Fichten geprägten Monokultur, hin zum Mischwald. Am Sonnabend sollen einige heimische Arten wie Eichen, Bergahorn und Winterlinden eingesetzt werden. Damit nicht genug, zusätzlich sollen am Waldrand noch Weißdorn, Haselnuss und Holunder gepflanzt werden, um Insekten und Vögeln zukünftig ausreichend Lebensraum und Nahrung zu bieten.

Pfarrer Jan Schober wird am Sonnabend an den beiden Standorten vorbeischauen, beim Einpflanzen mithelfen. Logisch. Ist ja auch eine gute Gelegenheit, um nette Gespräche zu führen, neue Menschen kennenzulernen. Und ja, auch um ein wenig in Feierstimmung zu kommen, denn schließlich hat das Stiftungsteam für die Baumpflanzparty „gute Laune und viel Musik“ angekündigt.

Treffpunkt der Pflanzparty ist die Straße zwischen Wachau und Leppersdorf, an der Kreuzung Leppersdorfer Straße und Kleindittmannsdorfer Steig. Die Aktion beginnt um 9 Uhr, voraussichtliches Ende ist gegen 16 Uhr. Eine Viertelstunde vor Beginn des Events werden die Helfer eingewiesen, gibt es Informationen über Pflanztechniken und Ausrüstung. Interessenten sollten nach Möglichkeit auch Spaten und Gießkannen mitbringen.