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Neues Café für Ottendorf

Der Mühlenbäcker investiert eine siebenstellige Summe. Die Lage ist ideal.

Der Ottendorfer Mühlenbäcker beginnt diese Woche mit dem Bau eines neuen Cafés. In einem Jahr soll es fertig sein.
Der Ottendorfer Mühlenbäcker beginnt diese Woche mit dem Bau eines neuen Cafés. In einem Jahr soll es fertig sein. © Ottendorfer mühlenbäcker

Ottendorf-Okrilla. Vor fünf Jahren gab es die ersten Ideen, jetzt werden sie umgesetzt. An der Frankenfurt, einer der idyllischsten Ecken von Ottendorf-Okrilla entsteht ein neues Café. 

Der Ottendorfer Mühlenbäcker errichtet dafür in der Nähe des Mühlteiches ein neues Gebäude. „Wir wollten schon im Frühjahr mit dem Bau beginnen. Wegen der ersten Corona-Welle haben wir die Pläne verschoben. Jetzt herrschen zwar wieder Corona-Beschränkungen, doch diesmal geht es definitiv los“, sagt Robert Meyer, einer der Geschäftsführer des Ottendorfer Mühlenbäckers. 

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Am Montag fand der symbolische erste Spatenstich statt. Mitte der Woche beginnen die „richtigen“ Arbeiten.

Entstehen wird ein modernes Gebäude mit großen Glasflächen und viel Holz (siehe Computerdarstellung). „Die Gäste haben künftig durch die großen Fenster einen Blick auf den Mühlteich und die Röder-Aue. 

"Es soll ein Platz werden, an dem sich die Ottendorfer und Bewohner aus der Umgebung gerne treffen, um Kaffee zu trinken und unseren leckeren Kuchen oder einen herzhaften Snack zu genießen“, sagt Robert Meyer. 

In dem Haus wird es vier Ebenen geben. „Das sind quasi halbe Etagen, die mit kleinen Treppen verbunden sind.“ Das ist einerseits durch die Hanglage des Hauses begründet, außerdem schaffen die vier halben Etagen eine interessante Innenraumaufteilung. 

Große Fenster sorgen im neuen Café für lichtdurchflutete Räume. Eine Giebelseite besteht fast nur aus Glas.
Große Fenster sorgen im neuen Café für lichtdurchflutete Räume. Eine Giebelseite besteht fast nur aus Glas. © mühlenbäcker

Das Café wird innen 80 Sitzplätze haben. Die gleiche Anzahl soll es auf der Terrasse geben. Zusätzlich wird es ein Raum für Veranstaltungen bereitgehalten. 

„Hier können Familien Geburtstage feiern oder Firmen ihre Mitarbeiter zur Weihnachtsfeier einladen.“ In das Haus wird auch die zentrale Verkaufsstelle des Mühlenbäckers einziehen. 

Ein Grund für den Neubau sind die beengten Verhältnisse im jetzigen Mühlencafé im Gebäude nebenan. „Dort ist einfach kein Platz mehr für eine Erweiterung. Wir sind an der Kapazitätsgrenze. Besonders an den Wochenenden ist kein Platz mehr zu bekommen. Künftig wollen wir unseren Besuchern ein helles und gemütliches Café bieten“, sagt Volker Beduhn, ebenfalls Geschäftsführer des Mühlenbäckers. 

Im Keller wird das neue Stollenlager eingerichtet. „Dieses Gebäck braucht ja einige Zeit, bis es sein ganzes Aroma entfalten kann. Das kann dann im Stollenkeller geschehen.“ Rund 500 Quadratmeter stehen in dem neuen Gebäude zur Verfügung, knapp 400 davon für die Gäste. Außen wird ein großer Spielplatz entstehen.

Trotz Backstube nebenan: Anlieferung per Fahrzeug

Obwohl das neue Café nur einige Schritte von der Backstube des  Mühlenbäckers  entfernt liegt, mussten sich die Geschäftsführer Gedanken um die Anlieferung machen.

„Die Brote, die Brötchen und den Kuchen einfach über die Straße tragen, ist ja nicht möglich, deshalb werden wir die Backwaren wie in anderen Filialen auch mit einem Fahrzeug anliefern." 

Von dort kann die Ware dann direkt an die Verkaufstheke und im Falle der Stollen in den Keller gebracht werden. Robert Meyer rechnet mit rund zwölf Monaten Bauzeit. „Zum Stollenfest im nächsten Jahr wollen wir spätestens fertig sein. Dann soll die offizielle Einweihung stattfinden.“ 

An der Frankenfurt entsteht das neue Café des Ottendorfer Mühlenbäckers. Janet Lange, von der Baufirma Lange, Robert Meyer, vom Mühlenbäcker, Andreas Reck von der Baufirma Lange und Volker Beduhn (v.li.) vom Mühlenbäcker schwingen schon die Spaten.
An der Frankenfurt entsteht das neue Café des Ottendorfer Mühlenbäckers. Janet Lange, von der Baufirma Lange, Robert Meyer, vom Mühlenbäcker, Andreas Reck von der Baufirma Lange und Volker Beduhn (v.li.) vom Mühlenbäcker schwingen schon die Spaten. © René Meinig

Die Investition ist enorm. Eine siebenstellige Summe wird der Handwerksbetrieb ausgeben. „Freilich haben wir die Unsicherheit durch Corona. Derzeit sind ja unsere Sitzbereiche in den Filialen von den Beschränkungen betroffen. Ich rechne aber damit, dass in einem Jahr die großen Verbote aufgehoben sind“, sagt Robert Meyer. 

Für ihn ist die Investition auch ein Signal an die Mitarbeiter. „Wir zeigen damit, der Standort Ottendorf ist uns wichtig, ihre Arbeitsplätze sind sicher. Wir werden sogar noch zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Fünf neue Beschäftigte kümmern sich dort um Verkauf und Bedienung.“ 

Der Bau wird vor allem von regionalen Betrieben errichtet. Die Firma Heinz Lange beispielsweise bereitet das Baugelände vor und schließt dann die Medien an.

Kleiner Ersatz für das Stollenfest

An diesem Wochenende können sich Besucher über das Projekt informieren. Am Sonnabend und Sonntag lädt der Mühlenbäcker zum großen Stollenverkauf an die Frankenfurt ein. 

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Von 8 bis 16 Uhr werden die Stollen mit zehn Prozent Rabatt angeboten. „Das ist als kleiner Ersatz für das Stollenfest gedacht, das wir leider wegen der Corona-Lage absagen mussten“, sagt Robert Meyer. Dabei werden auf einem Bildschirm Ansichten des Cafés gezeigt.

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