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Ottendorf krempelt die Verwaltung um

Die Gemeinde hat ein Bürgeramt gegründet. Chef ist ein Neuer mit viel Erfahrung: Diplomverwaltungswirt Thilo Richter kommt aus Dresden.

Thilo Richter ist Leiter des neuen Bürgeramtes in der Gemeinde Ottendorf-Okrilla.
Thilo Richter ist Leiter des neuen Bürgeramtes in der Gemeinde Ottendorf-Okrilla. © Marion Doering

Ottendorf-Okrilla. Kurze Wege, schnelle Bearbeitung: Im Ottendorfer Rathaus sollen Einwohner noch besser bedient werden als bisher. Dazu hat die Gemeinde ein neues Amt gegründet, das es so schnell in keinem zweiten Rathaus im Rödertal gibt, das Bürgeramt. „Wir wollen die Bereiche, die Anlaufstellen für die Bürger sind, in einem Amt bündeln“, sagt Thilo Richter, der Leiter. „Standesamt, Meldeamt, Gewerbeamt gehören dazu. Diese Dienste wollen wir moderner und effektiver gestalten.“

Genauso neu wie das Bürgeramt ist Thilo Richter selbst. Er arbeitet seit dem 1. April im Ottendorfer Rathaus. Er hat sich auf diese Stelle beworben und wurde genommen. Was die Berufserfahrungen betreffen, dürfte so schnell kein Besserer gefunden werden. Seinen Abschluss als Diplomverwaltungswirt machte er auf der Verwaltungshochschule in Meißen, war dann Hauptamtsleiter in Thiendorf und später in Bad Gottleuba-Berggießhübel. „Das waren ereignisreiche Jahre, in denen wir beispielsweise die Gebietsreform auf den Weg gebracht und ein neues Schulkonzept erarbeitet haben. Dabei habe ich viel gelernt.“ Dann die nächste Herausforderung: Von 2008 bis 2020 war er Amtsleiter im Amt Schradenland. Das ist eine Kommune mit vier Gemeinden in Südbrandenburg.

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Bisher in Brandenburg gearbeitet

„In dieser Zeit hatte ich dort einen Zweitwohnsitz. Meine Familie blieb in Dresden. In den Jahren hatte sie recht wenig von mir. Jetzt freue ich mich, dass es zwischen Dresden, wo ich wieder wohne, und Ottendorf nicht ganz so weit ist.“ Einarbeiten und viele Gespräche mit seinen Mitarbeitern führen, das sind derzeit Schwerpunkte an seinem Arbeitstag. „Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Sie müssen vorbereitet werden. Außerdem werden ja die Verwaltungsstrukturen im Rathaus neu überdacht, hier versuche ich, meine Erfahrungen einzubringen“, sagt der Vater von drei Kindern. Die Digitalisierung soll weitergehen. „Eines Tages soll es möglich sein, dass Ottendorfer beispielsweise ihren Hund gleich am heimischen Computer anmelden können.“

Nach und nach wird er weitere Aufgaben übernehmen. „Alles was mit Kindertagesstätten zu tun hat, wird ebenfalls dem Bürgeramt übertragen. Ich bin da unserem Kämmerer sehr dankbar, dass er mir die Gelegenheit gibt, mich erst in die Thematik einzuarbeiten.“ Ottendorf ist schon etwas Besonderes, wie er sagt. „In den Gemeinden, wo ich bisher gearbeitet habe, ging es vor allem darum, die Menschen den Orten zu halten, also die Abwanderung zu minder. Hier in Ottendorf gibt es Zuzug und es geht darum, die Infrastruktur anzupassen. Das ist eine sehr schöne Aufgabe.“

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Durch seine Lage am Rande Dresdens und die guten Verkehrsverbindungen durch Autobahn und Zug sind Wohngrundstücke in der Großgemeinde sehr begehrt. Mehrere Wohngebiete wurden in den vergangenen Jahren ausgewiesen. Natürlich sei die wirtschaftliche Stärke wie sie Ottendorf hat, nicht so leicht wieder zu finden. „Hier gibt es mehr als 700 Betriebe, darunter sind Weltmarktführer. 6500 Arbeitsplätze sind hier zu finden. Auch das macht meine Arbeit interessant.“

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