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Sieg für Rico Pfeiffer bei Bürgermeisterwahl

Er holt in Ottendorf mehr als 50 Prozent aller Stimmen. Die Wahlbeteiligung sank gegenüber der vorherigen Abstimmung leicht.

Der parteilose Kandidat Rico Pfeiffer hat bei der Bürgermeisterwahl in Ottendorf-Okrilla die meisten Stimmen geholt.
Der parteilose Kandidat Rico Pfeiffer hat bei der Bürgermeisterwahl in Ottendorf-Okrilla die meisten Stimmen geholt. © René Meinig

Ottendorf-Okrilla.  Der parteilose Kandidat Rico Pfeiffer hat im Rennen um das Bürgermeisteramt in Ottendorf-Okrilla die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Nach Angaben von Wahlleiterin Johanna Mende stimmten 2.633Wahlberechtigte für den 46-Jährigen. Das entspricht einem Anteil von 52,1 Prozent. Auf Platz zwei kam bei der Abstimmung Rene Edelmann. 2.052 Wähler votierten für ihn. Das entspricht einem Anteil von 40,6 Prozent. Auf Platz drei kam der Bewerber der AfD, Carsten Rybicki. 371 Wähler gaben ihm ihre Stimme, das entspricht 7,3 Prozent. 

Die Wahlbeteiligung lag mit 63,1 Prozent leicht unter dem Wert der letzten Wahl am 8. März. Damals gaben knapp 65 Prozent der Ottendorfer Wahlberechtigten ihre Stimme ab. In einer ersten Reaktion zeigte sich Rico Pfeiffer sehr erfreut. „Das ist ein Top-Ergebnis. Ich bedanke mich bei allen meinen Wählern. Ehrlich gesagt, hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich mehr als 50 Prozent der Stimmen bekomme und dadurch die Wahl schon im ersten Wahlgang entschieden ist“, sagt er. Auch Rene Edelmann ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Glückwünsche zunächst einmal an Rico Pfeiffer. Mit einem Stimmenanteil von fast 41 Prozent brauche ich mich nicht zu verstecken. Und wenn ich mir anschaue, wie viele Menschen mir im Ortsteil Medingen die Stimme gegeben haben, nämlich rund 80Prozent, dann ist das eine große Bestätigung meiner Arbeit“, sagt er. Rene Edelmann ist Ortsvorsteher von Medingen. Carsten Rybicki führt sein Abschneiden auf die Tatsache zurück, dass er Ortsfremder ist. Er wohnt in Königsbrück. „Als Ortsansässiger hätte ich sicher mehr Zustimmung bekommen. Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützt haben“, sagte er. 

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Rund 8.000 Ottendorfer waren an diesem Sonntag aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Mit 2.400 per Post abgegebenen Stimmen lag die Zahl der Briefwähler diesmal deutlich über dem Wert vom März. „Damals waren es rund 1.400“, sagte Johanna Mende. Wegen der vielen Briefwähler konnte das vorläufige Wahlergebnis am Sonntagabend auch erst recht spät, gegen 20.15 Uhr verkündet werden. „Es ist etwas aufwendiger, diese Stimmen auszuzählen“, sagt sie. Schließlich müssen hier zunächst die Kuverts geöffnet, dann die Unterschriften geprüft und zuletzt die Kreuzchen ausgezählt werden. Grund für die Zunahme bei den Briefwählern ist aus ihrer Sicht die Corona-Pandemie. „Wir haben ja die Ottendorfer aufgerufen, auf diese Art ihre Stimme abzugeben. So sinkt die Gefahr einer Ansteckung, auch bei unseren Wahlhelfern.“ Die Gemeinde hatte auch alle, die ihre Stimme in einem der Wahllokale abgeben aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen, einen eigenen Kugelschreiber zu nutzen und die Hygienehinweise an den Eingängen zu beachten.

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Einwohner von Ottendorf-Okrilla sind inzwischen routiniert, was Wahlen angeht. Wurden sie doch in den vergangenen Monaten schon mehrfach an die Urnen gerufen. Erst, wie alle anderen Wahlberechtigten zur Kommunalwahl im vergangenen Herbst. Im März dieses Jahres haben sich schon einmal über einen neuen Bürgermeister abgestimmt. Die Wahl war zunächst gültig. Bei der Wahl am 8. März hatten die Ottendorfer mehrheitlich für Rico Pfeiffer (parteilos) gestimmt. Er holte mehr als 40 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei kam Rene Edelmann (parteilos) mit 34 Prozent. Auf Platz drei folgte Carsten Rybicki (AfD) mit 9,5 Prozent. Wegen der Corona-Pandemie musste damals der zweite Wahlgang und schließlich die gesamte Wahl abgesagt werden. Bürgermeister Michael Langwald (parteilos), der 23 Jahre für die Gemeinde tätig war, trat bei der Wahl nicht mehr an. Ursprünglich sollte seine Dienstzeit bereits am 30. April enden. Durch die Verschiebung der Wahl führt er die Großgemeinde rund ein halbes Jahr länger als geplant.

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