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S177: Weiter Umweg zur Autobahn

Wegen des Neubaus der S177 muss die alte Verbindung gesperrt werden. Erste Auswirkungen gibt es nach Ostern.

Die Arbeiten an der Trasse zwischen Radeberg und Leppersdorf gehen zügig voran. In einigen Wochen wird die alte Straße gesperrt.
Die Arbeiten an der Trasse zwischen Radeberg und Leppersdorf gehen zügig voran. In einigen Wochen wird die alte Straße gesperrt. © René Meinig

Radeberg. Ganz ohne Sperrungen wird es beim Bau der Schnellstraße S177 zwischen Radeberg und Leppersdorf nicht gehen, das war zu erwarten. Jetzt ist klar: Schon in der Woche nach Ostern gibt es erste Auswirkungen auf den Autoverkehr. „Wir müssen zunächst die Umleitungsstrecken herrichten, auf denen dann bei der Vollsperrung der Verbindung zwischen Radeberg und Leppersdorf der Verkehr rollen kann“, teilt Franz Grossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit.

© SZ-Grafik

So wird zunächst auf der Straße zwischen Leppersdorf und Kleinröhrsdorf (K9254, siehe Grafik) gebaut. „Hier werden Ausweichstellen angelegt, um den Linienbusverkehr sicherzustellen. Diese Arbeiten sind von Dienstag, den 6., bis Freitag, den 9. April, vorgesehen. Dazu muss der Abschnitt bis zur Kreuzung Großröhrsdorfer Straße (S158) in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.“ Voraussetzung ist allerdings, dass die Witterung das zulässt. Die heiße Phase beginnt Anfang Mai. Dann wird die vielbefahrende Verbindung Radeberg – Leppersdorf komplett gesperrt.

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Ab diesem Tag wird die alte Fahrbahn teilweise abgetragen und die neue Trasse angelegt. Autofahrer, die von Radeberg aus Richtung Pulsnitz wollen, müssen über Großröhrsdorf fahren. Die Umleitung ist über die S158 ausgeschildert. Von Großröhrsdorf geht es dann zum Kreisverkehr am Eierberg. Am Abzweig in Großröhrsdorf wird eine Ampelanlage aufgestellt. Sie regelt den Auto- und den Fußgängerverkehr. Autofahrer, die zur A4 wollen, müssen quasi von „hinten“ auf die Autobahn auffahren. In der Gegenrichtung von Pulsnitz nach Radeberg erfolgt die Umleitung durch Leppersdorf bis zum Abzweig nach Kleinröhrsdorf über die K 9254 bis zur S 158 und dann weiter bis Radeberg.

Straßenabschnitt ist 2023 fertig - wenn Geld fließt

Mit diesen Umleitungsstrecken werden die Autofahrer mehrere Monate leben müssen. Das Lasuv rechnet mit einer Fertigstellung des Abschnitts Radeberg – Autobahn im Jahr 2023. Das wäre ein Zeitraum von über einem Jahr. Voraussetzung ist immer, dass auch das Geld bereitgestellt wird. „Der Sächsischen Doppelhaushalt 2021/2022 wird demnächst vom Landtag beschlossen. Er gibt die finanziellen Rahmenbedingungen für die Straßenbauverwaltung vor“, teilt Rosalie Stephan vom Lasuv mit. Das heißt, werden die Mittel nicht bereitgestellt, kann sich die Fertigstellung auch über das Jahr 2023 hinaus verzögern.

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Momentan laufen die Arbeiten jedoch auf Hochtouren. Neben dem Bau der Trasse wird derzeit eine Hochwasserschutzanlage nördlich der Autobahn errichtet. Alle Brückenbauwerke sowie die vier Regenrückhaltebecken entlang der Strecke sind bereits fertiggestellt. Die bestehende Lärmschutzwand entlang der Autobahn soll ebenfalls ab Mai 2021 abgerissen werden. In diesem Bereich entsteht die neue Anschlussstelle. Anschließend errichten die Bauleute eine neue, 340 Meter lange Lärmschutzwand, die im August 2021 fertig sein soll.

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