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Radeberger Ärzte geben Hitze-Tipps

Was für die einen endlich Sommer bedeutet, ist für andere ein Qual, die auch Folgen für die Gesundheit haben kann. Was Sie in der Hitze beachten sollten.

Mediziner der Radeberger Asklepios-Klinik raten besonders älteren Menschen Anstrengung zu vermeiden und sich in kühlen Räumen oder im Schatten aufzuhalten.
Mediziner der Radeberger Asklepios-Klinik raten besonders älteren Menschen Anstrengung zu vermeiden und sich in kühlen Räumen oder im Schatten aufzuhalten. © Archiv: Thorsten Eckert

Radeberg. Die einen freuen sich über die hohen Temperaturen. Für ältere und kranke Menschen können sie schnell zur Belastung werden: Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dann die typischen Symptome. Mediziner der Asklepios Kliniken in Radeberg raten insbesondere Patienten mit Herzschwäche, Bluthochdruck oder geschwächtem Allgemeinzustand zu einem gesunden Umgang mit der Hitze: Viel Trinken, luftige Kleidung und wenig körperliche Anstrengung können helfen, heiße Sommer gesund zu genießen.

„Hauptsächlich von der Hitze betroffen sind Patienten mit einer Herzinsuffizienz also Herzschwäche oder einer koronaren Herzerkrankung“, erklärt Dr. Josef Nees, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin der Asklepios-ASB Klinik Radeberg. „Bei hohen Temperaturen muss das Herz mehr Blut durch den Körper pumpen, daher macht die Hitze Patienten mit einer verminderten Pumpfunktion des Herzens besonders zu schaffen. Sie sollten dann jede Anstrengung vermeiden und sich in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten“, betont der Mediziner.

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Bei älteren Menschen sei häufig ein Flüssigkeitsmangel Ursache für hitzebedingte Beschwerden, so Dr. Nicole Richter, Oberärztin der Geriatrie in Radeberg. Der Chefarzt der Geriatrie in der Asklepios Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz, Dr. Jaak Aru, pflichtet seiner Radeberger Kollegin bei: „Besonders ältere Menschen reagieren auf Flüssigkeitsmangel sehr empfindlich. An heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf erheblich über die gewohnte Trinkmenge hinaus. Das körpereigene Kühlungssystem stößt dann schnell an seine Grenzen und es kann zu einer Dehydrierung kommen. Viel Trinken, auch bei wenig Durst, ist dann die Devise.“ Ältere Menschen und Kinder sollten ungewohnte körperliche Anstrengung vermeiden, sich nicht der prallen Sonne aussetzen und sich eine verlängerte Mittagspause gönnen, so die Ärzte. (SZ)

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