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Hoffnung für verunglückten Wachauer

Joe Balzer stürzte Anfang September in den Alpen ab. Dabei verletzte er sich schwer. Jetzt wurde er in ein neues Krankenhaus verlegt.

Joe Balzer unterwegs in den Alpen. Er verfügte über jahrzehntelange Klettererfahrung. Freund rätseln deshalb, wie es zu dem Unfall Anfang September kommen konnte.
Joe Balzer unterwegs in den Alpen. Er verfügte über jahrzehntelange Klettererfahrung. Freund rätseln deshalb, wie es zu dem Unfall Anfang September kommen konnte. © privat

Radeberg.  Der Wachauer Joe Balzer kannte sich in den Bergen aus. Jahrzehntelang war er auf Klettertouren bis in die höchsten Schwierigkeitsgrade unterwegs. Immer wieder fuhr er in die Alpen, um seiner Leidenschaft, dem Bergsteigen nachzugehen. Dann passierte das Unverständliche. Er stürzte im Gebiet des Wilden Kaisers in Tirol ab. Er fiel eine 150 Meter lange steile Rinne hinunter und blieb bewusstlos liegen. 

Ein unbeteiligter Mann, der sich gerade auf einem Wanderweg in der Nähe befand, hatte einen Schrei gehört und beobachtete den Absturz des Deutschen. Der Schwerverletzte wurde von der Mannschaft eines Rettungshubschraubers versorgt und geborgen. Anschließend wurde er zunächst ins Krankenhaus St. Johann eingeliefert, musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen aber letztendlich in die Klinik nach Innsbruck verlegt werden. Der 61-Jährige soll sich bei seinem Sturz schwer am Rücken und am Kopf verletzt haben. Wochenlang wachte er nicht aus dem Koma auf.

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Besuchsverbot ist zusätzliche Belastung

Jetzt gibt es offenbar Anzeichen für eine Stabilisierung seines Zustandes. Nach Angaben von Berthold Steinkamp, einem Vertrauten der Familie, ist Joe Balzer ins Krankenhaus nach Kreischa verlegt worden. „Er erwacht zeitweilig aus dem Koma und reagiert auf seine Umgebung. Beispielsweise nimmt er Geräusche wahr. Auch den Kopf kann er langsam wenden, beispielsweise wenn jemand ins Zimmer kommt.“ Die Ärzte würden jetzt alles tun, um ihn weiter zu fördern. „Er ist auf dem Weg in den Wachzustand. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, vermutlich bis weit in das kommende Jahr hinein.“ 

Eine zusätzliche Belastung ist für die Familie das derzeit herrschende Besuchsverbot. „Gerade in so einer Situation wäre es wichtig, dass seine Frau und Freunde bei ihm sind. Leider können sie nur über die Ärzte Kontakt halten. 

Unklar ist weiterhin, wie es zu dem Unglück kam. Der Wachauer war allein unterwegs. Das Wetter war gut. Laut dem Augenzeugen ist zuerst der Rucksack die Rinne herabgestürzt. Erst danach der Wachauer selbst. Eventuell ist ihm das Gepäck aus der Hand gerutscht, und beim Versuch den Rucksack abzufangen, ist Joe Balzer abgestürzt. „Das wird nie restlos ermittelt werden. Es sei denn er kann sich selber erinnern und davon berichten“, sagt Berthold Steinkamp.

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