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Krippenschau und Adventsmusik in Radeberg

Der Radeberger Krippenweg mit 31 Stationen ist eröffnet. Außerdem finden an zwei Sonntagen Adventsvespern in der Stadtkirche statt.

Von Thomas Drendel & Rainer Könen
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In der Radeberger Stadtkirche finden an den nächsten beiden Sonntagen Adventsvespern, also musikalische Gottesdienste, statt.
In der Radeberger Stadtkirche finden an den nächsten beiden Sonntagen Adventsvespern, also musikalische Gottesdienste, statt. © Christian Juppe

Radeberg. In den Gemeinden im Rödertal sind wegen der Corona-Lage Weihnachtsmärkte oder Konzerte abgesagt. In Radeberg wird dennoch für etwas Adventsstimmung gesorgt. So wurde jetzt der dritte Radeberger Krippenweg eröffnet. Bis zum 23. Dezember kann jeder auf dem Weg vom Bahnhof bis zum Marktplatz auf 31 Stationen Krippen anschauen. Und auch wenn in jeder die Heilige Familie, Ochs und Esel zu sehen sind, so hat doch jede Darstellung ihre eigene Geschichte. Auch in Sachen Optik. Das macht schließlich den Reiz dieser Aktion aus.

Seit drei Jahren wird Radeberg zum Beginn der Adventszeit zur Krippenstadt. Dann weisen Plakate den Weg auf dieser rund zwei Kilometer langen Strecke, die vom Bahnhof über die Dresdner Straße und Hauptstraße bis zum Markt führt. Nicht nur Ladenbesitzer machen mit, in diesem Jahr sind auch Pflegedienst, Fahrschule, Förderschule und die Radeberger Tafel mit dabei.

Ins Leben gerufen wurde der Krippenweg von Dr. Hartmut Kirchner. Der Facharzt für Psychotherapie, der 2017 im Alter von 77 Jahren in den Ruhestand ging, findet, dass in der heutigen Zeit viele Menschen gar nicht mehr mit dem geschichtlichen Kontext der Krippe vertraut sind. Überhaupt komme ja in der Vorweihnachtszeit das Besinnliche und Wesentliche des Festes zu kurz, findet Kirchner. Um da in seiner Heimatstadt ein wenig gegenzusteuern, war er auf die Idee mit dem Krippenweg gekommen.

Die ersten beiden Jahre hatte er die Organisation übernommen, in diesem Jahr sei der ökumenische Hauskreis der Hoffnung für die Ausrichtung zuständig, so Kirchner. Auf dem Krippenweg sollten die Menschen beim Einkaufen auch ein wenig innehalten, über den Sinn dieser biblischen Geschichte nachdenken, so die Hoffnung des Mediziners. Der im Übrigen darauf hinweist, dass es sich beim Krippenweg keineswegs um eine Veranstaltung handelt, vielmehr sei das so eine Art Wanderung. Auf jeden Fall sei es eine schöne Art, um sich in der Adventszeit aufs bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.

Auch die Elefanten-Apotheke an der Röderstraße/Ecke Hauptstraße macht in diesem Jahr wieder mit. Seit kurzem schmückt eine Krippe die Schaufensterauslage. „Die Leute, die zu uns kommen, sprechen uns auch darauf an“, erfährt man von einer Apotheken-Angestellten. Eine Leihgabe einer Radeberger Familie sei das. Und klar, so wie diese, werden auch die meisten der ausgestellten Krippen am Heiligabend dort stehen, wo sie eigentlich hingehören: in die gute Stube, neben Weihnachtsbaum und Gabentisch.

Eine besinnliche Stimmung wird am zweiten und dritten Advent in der Radeberger Stadtkirche herrschen. Kantor Rainer Fritzsch lädt an beiden Sonntagen um 17 Uhr zur Adventsvesper, also zu einem musikalischen Gottesdienst, ein. Am 5. Dezember sind zwei Trompeter zu Gast, er selber spielt Orgel. Am 12. Dezember wird ein Violinist zu hören sein. Zutritt ist unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. Um die Mindestabstände einzuhalten, gibt es in der Kirche weniger Sitzplätze als sonst.