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105 Millionen Euro für den Hochwasserschutz

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat jetzt eine Bilanz ihrer Investitionen im Jahr 2021 gezogen. Auch Radeburg kommt darin vor.

Von Sven Görner
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In der neue Halle des Hochwasserschutzlagers am Radeburger Stausee lagern Sandsäcke, Folie und Vlies, die im Hochwasserfall im Großraum Dresden, einschließlich den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zum Einsatz kommen.
In der neue Halle des Hochwasserschutzlagers am Radeburger Stausee lagern Sandsäcke, Folie und Vlies, die im Hochwasserfall im Großraum Dresden, einschließlich den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zum Einsatz kommen. © Norbert Millauer

Dresden/Radeburg. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) hat im Jahr 2021 rund 105 Millionen Euro investiert. Mit dem Geld wurden sowohl die Unterhaltung und Instandsetzung ihrer Stauanlagen und Fließgewässer finanziert, als auch Hochwasserschadensbeseitigungen sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der Gewässerentwicklung. Die Mittel dafür wurden vom Freistaat Sachsen sowie aus verschiedenen Finanzierungsquellen des Bundes und der EU bereitgestellt, darunter das Nationale Hochwasserschutzprogramm und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) heißt es in einer Mitteilung der LTV weiter.

Von den 749 Projekten des sächsischen Hochwasserschutzprogrammes befanden sich 36 im Bau. 539 sind bereits abgeschlossen, 174 befinden sich in Planung oder Genehmigung.

Zusätzlich zum Hochwasserschutzprogramm wurden an zahlreichen Gewässern Hochwasserschäden beseitigt, wie beispielsweise in Chemnitz im Bereich des Zusammenflusses der Würschnitz und Zwönitz.

Mehr Platz für Sandsäcke, Folie und Vlies

Erweitert wurde zudem die Landesreserve für Hochwasserbekämpfungsmittel. Dafür wurde die neue Halle des Hochwasserschutzlagers in Radeburg fertiggestellt und gefüllt. Dort können bis zu 4,5 Millionen Sandsäcke für den Hochwasserschutz gelagert werden. Außerdem ist Platz für Paletten mit jeweils 20.000 Quadratmeter Folie und Vlies sowie Aqua-Barrieren. Das entspricht mehr als der vierfachen Menge an Sandsäcken und etwa die siebenfache Menge an Folie und Vlies im Vergleich zum bisherigen Bestand im alten Lager. Das restliche Gelände befindet sich noch im Umbau. Insgesamt soll das Vorhaben rund 2,5 Millionen Euro kosten, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

Das Hochwasserschutzprogramm des Freistaats Sachsen geht aus den Hochwasserschutzkonzepten hervor, die nach dem Hochwasser 2002 für ganz Sachsen aufgestellt wurden. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen wurden priorisiert und werden seit 2006 umgesetzt.