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Bis Weihnachten alle Rohbauten fertig

42 Mietwohnungen und mehrere Einfamilienhäuser sieht das Projekt des Dresdner Investors Uwe Köhn in Weinböhla vor – nun nimmt es Gestalt an.

Investor Uwe Köhn will im Herbst nächsten Jahres an der Dresdner Straße in Weinböhla drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Mietwohnungen und mehrere Einfamilienhäuser an die Mieter bzw. Besitzer übergeben.
Investor Uwe Köhn will im Herbst nächsten Jahres an der Dresdner Straße in Weinböhla drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Mietwohnungen und mehrere Einfamilienhäuser an die Mieter bzw. Besitzer übergeben. © Norbert Millauer

Weinböhla. Wie schnell das heutzutage geht: Am 11. Juli erfolgte der erste Spatenstich für die Seniorenwohnanlage an der Dresdner Straße in Weinböhla. Heue, gut drei Monate später, stehen sechs Einfamilienhäuser und eines der drei Mehrfamilienhäuser. Die beiden anderen sind aus dem Keller heraus, vor wenigen Tagen ist die letzte Erdgeschossdecke gegossen worden.

In den drei Mehrfamilienhäusern mit einer Wohnfläche von insgesamt 2.630 Quadratmetern entstehen 42 Mietwohnungen des betreuten Wohnens. Sie werden als Energiesparhäuser mit kontrollierter Belüftung und Wärmerückgewinnung gebaut, was die Nebenkosten senken soll. 

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Außerdem sind alle Wohnungen barrierefrei, jede Wohnung hat Fußbodenheizung, elektrische Fenster-Rollläden, einen Balkon oder eine Terrasse. Und jedes der Mehrfamilienhäuser hat einen Fahrstuhl, der bis in die Tiefgarage geht, wo es auch Lademöglichkeiten für Elektroautos geben wird, wie Investor Uwe Köhn beim Baustellenbesuch sagt.

Volkssolidarität als Hauptmieter

„Wir wollen bis Weihnachten alle Rohbauten fertig haben, die Dächer sollen drauf und die Fenster drin sein, sodass wir mit dem Innenausbau weitermachen können“, so Uwe Köhn. Und sollte es doch mal wieder einen Winter geben, könnten die Arbeiten dann trotzdem weiter vorangetrieben werden. Das ist auch nötig, denn die Volkssolidarität, die die Wohnanlage für 15 Jahre gemietet hat, will, dass die Mieter im Herbst des kommenden Jahres einziehen können. „Ältere Leute ziehen nicht zu Weihnachten um“, begründet Uwe Köhn den Termin.

Während Uwe Köhn die Einfamilienhäuser mit seiner Firma Taff-Haus baut, entstehen die drei Mehrfamilienhäuser als private Investition seiner Familie. Immerhin 7,2 Millionen Euro müssen dafür aufgebracht werden. „Wir haben einen behinderten Sohn, der jedes Wochenende nach Hause kommt. Wir haben uns gedacht, wir geben der Gesellschaft etwas zurück. Denn in den Wohnungen werden Menschen wohnen, die dieses Land nach dem Krieg wieder aufgebaut haben.“ Und für diese sollen die Mieten für die Wohnungen auf dem modernsten Ausstattungsstand sehr, sehr moderat sein.

Uwe Köhn, 55, stammt aus Lutherstadt Wittenberg, hat in Dresden an der Verkehrshochschule seinen Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik erworben und ist nach einigen Zwischenstationen nun beim Bau gelandet. Seine verschiedenen Firmen beschäftigen insgesamt 34 fest angestellte Mitarbeiter. 

Hinzu kommen noch einmal acht freie Mitarbeiter als Handelsvertreter im Vertrieb. Während er sich mit seinen Firmen eher auf die Entwicklung von Bauprojekten spezialisiert hat, beauftragt er, wo möglich, Baufirmen aus der Region für seine Projekte. Der Vorteil: „Wir arbeiten mit vielen davon schon seit Jahren zusammen und können uns darauf verlassen, dass am Ende die Qualität stimmt.“

Was die Weinböhlaer Wohnanlage betrifft, so spricht Uwe Köhn von einem besonderen Projekt, denn in den Einfamilienhäusern sollen teils auch junge Familien einziehen. Es geht um individuelles Wohnen in Verbindung mit der Gemeinschaft. Und ganz nebenbei erhält die Gemeinde Weinböhla, was sonst eher Mangelware ist, Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

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