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Quarantäne an der Oberschule Weinböhla

Zwölf Lehrer fehlen - sie sollen ab Montag wieder unterrichten, Coronafälle gibt es auch an Schulen in Coswig und Radebeul.

Die Oberschule Weinböhla an der Sachsenstraße musste jetzt auf ein Viertel der Lehrer, die in Quarantäne waren, verzichten
Die Oberschule Weinböhla an der Sachsenstraße musste jetzt auf ein Viertel der Lehrer, die in Quarantäne waren, verzichten © Norbert Millauer

Irgendwie passte es zu Freitag, dem 13. „Es war ein Schock, als das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen bekannt gab, dass gleich zwölf Lehrer ab sofort in Quarantäne gehen müssen“, sagt Gregor Nielebock. Und natürlich habe das auch Schüler betroffen, erklärt der Leiter der Oberschule Weinböhla. Bereits am 5. und 6. November waren zwei Lehrerinnen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, bis zum 13. November brauchte das Gesundheitsamt, um die Schule zu informieren, so dass die Schüler der die jeweils ersten Reihe der betroffenen Klassen sowie zehn weitere Lehrer in Quarantäne geschickt wurden.

Zwölf Lehrer, das ist mehr als ein Viertel des 40 Mitglieder umfassenden Kollegiums der Schule mit ihren 520 Schülern. Das Wichtigste sei gewesen, den Unterricht für die Abschlussklassen 10 a bis c und 9 HS in den Fächern, in denen ab kommender Woche die Vorprüfungen beginnen, abzusichern. Und das sei auch gelungen, so der Schulleiter.

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Um mit den vorhandenen Lehrern dennoch so viel wie möglich Unterricht zu erteilen, wurde eine Aufteilung in Präsenzzeit in der Schule und häusliche Lernzeit vorgenommen. „Für alle Klassen findet der Unterricht hauptsächlich in den Kernfächern statt. Es ist möglich, dass klassenfremde Fachlehrer eingesetzt werden, um den Unterricht abzusichern. Für die Fächer, die während der Präsenzzeit nicht unterrichtet werden, stellen wir Lern- und Übungsmaterialien über LernSax digital zur Verfügung.“ Das teilt Gregor Nielebock auf der Homepage der Schule mit.

LernSax - die Plattform des Kultusministeriums für Sachsen, die seit dem Lockdown im Frühjahr immer weiter ertüchtigt wird, - ist die Voraussetzung für das Lernen zu Hause. Dort können die Schüler Aufgaben abrufen und direkt in Kontakt mit ihren Lehrern treten. „Mir ist bewusst, dass die technischen, organisatorischen und persönlichen Voraussetzungen der einzelnen Familien im Bereich des digitalen Lernens sehr unterschiedlich sind“, so Gregor Nielebock. Deshalb gilt für die Aufgaben, die ausschließlich zu Hause und digital von den Schülern erledigt worden sind, dass sie diese freiwillig zensieren lassen können. Welche Aufgaben auf Zensur abgegeben werden können, wird von den einzelnen Fachlehrern mitgeteilt. In der Schule selbst läuft der Unterricht „normal“ weiter. Das heißt, dass es mündliche und schriftliche Kontrollen gibt und und Klassenarbeiten geschrieben werden.

Nun hat das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen mitgeteilt, „dass ab kommendem Montag alle zwölf Lehrer aus der Quarantäne zurückkehren können“, erklärt Schulleiter Gregor Nielebock. Damit könnte der normale Betrieb an der Oberschule Weinböhla wieder aufgenommen werden. Dennoch ist der Quarantäne einiges zum Opfer gefallen. So gab es keinen Unterricht in klassenübergreifenden Gruppen mehr. Alle Schulveranstaltungen und -wettbewerbe sind ausgefallen, so auch die für den 16. November geplante Mathematik-Olympiade.

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Auf Nachfrage, wie sich das Corana-Geschehen an den Schulen und Kitas im benachbarten Coswig entwickelt, erklärte Stadtsprecherin Ulrike Tranberg, dass an der Oberschule Kötitz und an der Grundschule Brockwitz jeweils ein Schüler erkrankt ist, weshalb jeweils ein Teil der Klasse in Quarantäne gehen musste. „Der Hort der Grundschule Brockwitz (JuCo) musste vorige Woche schließen, weil ein Mitarbeiter positiv war. Die zugehörige Grundschule Mitte ist aber nicht betroffen.“ Beim Christlichen Kinderhaus St. Martin ist ein Mitarbeiter erkrankt, weshalb dort vorsorglich 40 Kinder und sechs Mitarbeiter bis 20. November in Quarantäne geschickt worden sind.

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