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Schnee, aber kein Chaos

Das Gebiet zwischen Radeburg und Radebeul zeigte sich am Dienstag zweigeteilt. Im Tal Regen, oben Schnee. In Richtung Osten wurde der sichtbar mehr.

Auf der Straße zwischen Berbisdorf und Großdittmannsdorf sah es auch am Mittag noch so winterlich aus wie auf anderen Straßen am Morgen.
Auf der Straße zwischen Berbisdorf und Großdittmannsdorf sah es auch am Mittag noch so winterlich aus wie auf anderen Straßen am Morgen. © SZ/Sven Görner

Radeburg. Die Radebeuler und Coswiger wurden am Dienstagmorgen von teils kräftigem Regen geweckt. Das frostige Wetter des Vortages war passé. Stattdessen zeigte das Thermometer, je nach Lage, ein bis zwei Grad plus. Die Regentropfen sorgten dafür, dass auch die wenigen noch vorhandenen Schneereste vom Wochenende immer kleiner wurden.

Im Spitzgrund sah es nicht viel anders aus. Und auch der Moritzburger Schlossteich präsentierte sich am Vormittag lediglich an einigen Stellen mit einer hauchdünnen Eisschicht. Während im Autoradio die neuesten Schnee-Chaos-Meldungen von der Autobahn zwischen Dresden und Görlitz laufen, ist hier von Neuschnee keine Spur. Vor Bärwalde wird das Weiß auf den Feldern dann allerdings etwas mehr. Und auch der Schneematsch auf der Straße. Nicht weit entfernt von dieser sitzt auf einem Stein im Schnee ein Rotmilan. Er hatte Jagdglück und lässt sich nun seine Beute schmecken.

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Auf der Staatsstraße 177 in Richtung Radeburg lässt es sich fast normal fahren. Die weiße Schneeschicht an den Stämmen der Straßenbäume lässt allerdings vermuten, dass es am Dienstag oder in den Tagen zuvor bei kräftigem Südwind geschneit haben muss.

Und auch in der Zille-Stadt sind die meisten Straßen gut geräumt. Wer der Witterung angepasst mit dem Auto unterwegs ist, hat am Vormittag kaum noch Probleme. Denn die Mitarbeiter des Radeburger Bauhofs waren morgens ab sechs im Einsatz, wie Rico Janke von der Stadtverwaltung sagt. Dabei hatten sie einiges zu tun.

Laut Radeburgs Stadtwehrleiter Marcus Mambk waren am Morgen teilweise bis zu fünf Zentimeter Schnee gefallen. So auch bei ihm in Bärnsdorf. „Die haben sich aber sehr schnell in Matsch verwandelt.“ Die Straße durch die Felder zwischen Berbisdorf und Großdittmannsdorf bietet auch am Mittag noch das Bild wie wohl die meisten in den Radeburger Ortsteilen am Morgen. Gut fünf Zentimeter nasser Schnee mit ein paar Fahrspuren.

Während der Schnee und liegengebliebene Lkws auf der A4 den Verkehr zum Erliegen brachten, rollte er auf der A13 wie hier bei Radeburg.
Während der Schnee und liegengebliebene Lkws auf der A4 den Verkehr zum Erliegen brachten, rollte er auf der A13 wie hier bei Radeburg. © SZ/Sven Görner

Was bei der kleinen Rundfahrt durch das Moritzburger und Radeburger Gebiet auffällt - in Richtung Osten nimmt die Schneemenge sichtbar zu. Das zeigt sich beispielsweise auch an den kleinen Schneewällen, die sich entlang der Großdittmannsdorfer Ortsdurchfahrt auftürmen. Ähnlich sieht es in Volkersdorf aus. Doch auch hier ist die durch den Ort führende Staatsstraße weitestgehend schwarz.

Gefahr durch Eisplatten von Lkws

Nicht überall so gut beräumt sind indes die Fußwege. Nicht alle Anlieger kommen ihren Pflichten nach. Und so haben es Fußgänger am Dienstag wieder einmal deutlich schwerer als Autofahrer.

Die hatten eher mit anderen Gefahren zu tun. So war bereits am Montagmorgen ein Transporter auf der B 169 bei Stauchitz beschädigt worden, als dieser von einem Lkw mit Sattelauflieger überholt wurde. Dabei löste sich eine Eisplatte vom Dach des Lkws und fiel in die Frontscheibe. Die Autobahnpolizei registrierte am Dienstag zwei weitere derartige Unfälle auf der A 4 und führte entsprechende Kontrollen durch. Dabei wurden innerhalb weniger Stunden an der Raststätte Dresdner Tor drei Verstöße festgestellt.

Bis zum Mittag wurden im Bereich der Polizeidirektion Dresden - zu dieser gehören die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Landeshauptstadt - insgesamt 49 Unfälle registriert. Größtenteils gab es Blechschäden. Vier Menschen wurden leicht verletzt, informierte die Pressestelle.

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