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Sportanlagen für Radeburger Oberschule werden gebaut

Bereits 2018 hatte der Stadtrat die Ertüchtigung beschlossen. Doch zunächst musste die Schulerweiterung geplant werden. Jetzt wurden Bauaufträge vergeben.

Von Sven Görner
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Der Sportplatz der Zille-Oberschule wird komplett umgestaltet. Damit wird dort künftig auch Kugelstoßen, Weitsprung und Kurzstreckenlauf möglich. Derzeit erfolgen kleinere Rückbauten. Die richtigen Arbeiten starten dann im Dezember.
Der Sportplatz der Zille-Oberschule wird komplett umgestaltet. Damit wird dort künftig auch Kugelstoßen, Weitsprung und Kurzstreckenlauf möglich. Derzeit erfolgen kleinere Rückbauten. Die richtigen Arbeiten starten dann im Dezember. © Arvid Müller

Radeburg. Mehr als einmal haben die Radeburger Stadträte in den vergangenen Jahren bewiesen, dass ihnen gute Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler in der Grund- und Oberschule wichtig sind. Wenn in dem Gremium über Vorhaben diskutiert wurde, dann eigentlich nie in der Richtung, wo etwas gestrichen und so Geld eingespart werden kann. Eher waren die Räte bereit, noch etwas drauf zu packen, um ein Projekt wirklich rund zu machen.

Daher verwundert es auch nicht, dass der Neubau der Sportflächen der Heinrich-Zille-Oberschule jetzt für eine Summe vergeben wurde, die rund doppelt so hoch ist wie eine erste Kostenschätzung vor drei Jahren: insgesamt 433.599 Euro, einschließlich der Planungskosten und Baugrunduntersuchungen. Darin enthalten sind Fördermittel in Höhe von 145.076 Euro. Die Gelder stammen aus einem Programm des Bundes. Eine Art Konjunkturpaket für Schulen. Aus diesem bekommt Radeburg nach einem Verteilerschlüssel eine feste Fördersumme. Einen Teil hat die Stadt bereits auf dem Meißner Berg genutzt. Dort wurde der noch aus DDR-Zeiten stammende Hof der neugebauten Grundschule umgestaltet.

Künftig Nutzung der Fläche war offen

Da die Fördergelder zunächst bis Ende 2021 verbaut sein mussten, nach einer Verlängerung nun ein Jahr später, kümmerten sich Verwaltung und Stadtrat nach dem Beschluss von 2018 zunächst um die Planungen für die Erweiterung der Oberschule. Zumal die Fläche der Sportanlagen auch als ein möglicher Standort für die neue Schulsporthalle im Gespräch war. Nachdem klar war, dass diese auf dem Schulgelände gebaut werden soll, wurden auch die Pläne für die Sportfreiflächen vorangetrieben.

Vom Planungsbüro wurden dabei gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Schule die Erfordernisse der einzelnen Sportanlagen, Nebenanlagen und Einfriedungen abgeglichen und ergänzt.

So sollen die Sportfreiflächen der Radeburger Heinrich-Zille-Oberschule gestaltet werden.
So sollen die Sportfreiflächen der Radeburger Heinrich-Zille-Oberschule gestaltet werden. © Planungsbüro Grünzeug

„Die ursprüngliche Kostenschätzung von 2018 ging von Sportflächen mit Tennenbelag aus, also von wassergebundenen Decken“, sagt Bürgermeisterin Michaela Ritter. Aus fachlicher Sicht sei diese Belagart vom jetzigen Planungsbüro aber nicht empfohlen worden. Unter anderem wegen der Haltbarkeit und auch aus Gründen des Unfallschutzes. „Es wurde deshalb eine weitere Kostenschätzung mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag vorgelegt.“

Das Vorhaben enthält ein Kleinspielfeld, eine doppelte Weitsprunganlage, vier 60-m-Bahnen sowie eine Kugelstoßanlage. Alle Sportflächen sollen mit dem Kunststoffbelag versehen werden. Das Kleinspielfeld wird aufgrund der Forderungen der Unfallkasse mit einem Ballfangzaun eingehaust. Die Zufahrt zum Nachbargrundstück, der Wohnanlage „Zum Moritz“, wird außerhalb der Förderung, aber im Rahmen der Gesamtmaßnahme mit ertüchtigt.

Tiefbau startet im Dezember

Nicht geplant, so die Bürgermeisterin weiter, war ursprünglich auch eine Rigole zur Versickerung des Oberflächenwassers. Zwischen die Sportflächen kommt Rasen, auch Bäume und Sträuchern werden gepflanzt. Die Entscheidung für die letztlich umzusetzende Variante sowie zur Finanzierung der Mehrkosten traf der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung im Juni.

Derzeit erfolgen Rückbauarbeiten. Die bestellte Rigole soll im Dezember eingebaut werden. Dann starten auch die Tiefbauarbeiten.