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Pläne für S 177 werden erneut ausgelegt

Für die Verlegung der Straße bei Radeburg gibt es seit Juli einen Feststellungsbeschluss. Die Unterlagen waren allerdings nicht komplett einsehbar.

Die Zu- und Abfahrten der Autobahn-Anschlussstelle in Radeburg sollen in die entgegengesetzte Richtung verlegt und direkt an die S 177 angebunden werden. Auch diese wird dafür teilweise neu gebaut.
Die Zu- und Abfahrten der Autobahn-Anschlussstelle in Radeburg sollen in die entgegengesetzte Richtung verlegt und direkt an die S 177 angebunden werden. Auch diese wird dafür teilweise neu gebaut. © Arvid Müller

Radeburg. Straßenbauprojekte haben meist eines gemeinsam - sie brauchen viel Zeit, bis endlich gebaut wird. Das ist auch bei der geplanten Verlegung der S 177 östlich von Radeburg und der damit verbundenen Neugestaltung der Anschlussstelle der Autobahn 13 der Fall. Erste Vorplanungen gab es bereits 2007. An der damals vorgestellten grundlegenden Lösung, die beiden Rampen gewissermaßen in Richtung Süden umzuklappen und an die S 177 anzubinden, hat sich seitdem nichts geändert.

Im Sommer dieses Jahres hatte die Landesdirektion Sachsen (LDS) mit einem Planfeststellungsbeschluss eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung geschaffen (die SZ berichtete). Allerdings muss dieser, einschließlich der dazugehörigen Planungsunterlagen, noch einmal für zwei Wochen öffentlich ausgelegt werden. Das war nach Ankündigung durch die LDS in der ersten Septemberhälfte in den Stadtverwaltungen Radeburg und Großenhain dann geschehen. Zudem konnten die Unterlagen im genannten Zeitraum auch auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen im Bereich Bekanntmachungen eingesehen werden.

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 In Radeburg allerdings nicht komplett, was von einem Bürger beanstandet wurde. Das Prozedere wird daher nun im Zeitraum vom 30. November bis zum 14. Dezember wiederholt. Eine entsprechende Bekanntmachung dazu hängt unter anderem in den Schaukästen der Stadt.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Einsichtnahme in die Planfeststellungsunterlagen im Radeburger Rathaus allerdings nur nach Voranmeldung während der Dienststunden möglich. Auch auf der Internetseite der Landesdirektion werden die Unterlagen erneut öffentlich zugänglich gemacht.

Sofern keine Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss erhoben werden, erreicht dieser nachfolgend seine Unanfechtbarkeit. Anschließend können Ingenieurbüros mit der Ausführungsplanung beauftragt werden. Die Gesamtkosten sollen sich nach aktuellem Stand der Planungen auf rund fünf Millionen Euro belaufen, so das Lasuv auf Nachfrage der SZ. Zum Baubeginn könne derzeit keine Aussage getroffen werden.

Verkehr in der Innenstadt verringern

Mit der genehmigten Planung wird einerseits die Anbindung des überregionalen Verkehrs und des Radeburger Gewerbegebiets an die Autobahn verbessert, andererseits soll die Radeburger Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Etwa ein Drittel weniger solle es sein, während die Prognosen für die S 177 durch das Gewerbegebiet von einer Verdoppelung der Belegung ausgehen.

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Die bestehende S 177 zwischen der Radeberger Straße und der Brücke über die Autobahn wird komplett Richtung Norden und damit auch weg vom Vogelschutzgebiet verlegt. Knapp ein Kilometer Straße entsteht so neu. Um die neue Rampe westlich der Autobahn anbinden zu können, muss dort auch parallel zur Autobahn eine neue Brücke gebaut werden.

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