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Markt statt großes Abfischfest

Nicht beherrschbar wegen der Besuchermassen, sagen die Veranstalter des sonst Ende Oktober üblichen Fischfests in Moritzburg. Aber es gibt einen Ersatz.

Im hinteren Teil des Moritzburger Schlossparkplatzes soll es Ende Oktober einen Markt geben.
Im hinteren Teil des Moritzburger Schlossparkplatzes soll es Ende Oktober einen Markt geben. © Arvid Müller

Moritzburg. Gundula Bleul, die Geschäftsführerin der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH, ist traurig und erleichtert zugleich. Das große Fisch- und Waldfest in Moritzburg mit zumeist weit mehr als 10.000 Besuchern wird es am letzten Oktoberwochenende nicht geben. Aber ganz ausfallen soll die große Tradition ums Abfischen dennoch nicht.

Das Plakat ist entworfen und wird in den nächsten Tagen aufgehängt. Es wird einen Markt geben, sagt Gundula Bleul. Am 30./31. Oktober, also Samstag und Sonntag, soll das sein. Aber wirklich nur ein kleiner Markt ähnlich dem Markt bei den Hengstparaden.

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Das Plakat für den Markt Ende Oktober in Moritzburg ist fertig.
Das Plakat für den Markt Ende Oktober in Moritzburg ist fertig. © Kulturlandschaft Moritzburg GmbH

Stattfinden soll der Markt dort, wo sonst die Buden und Vorführungen für das Waldfest der Händler und Forstleute aufgebaut sind - auf dem hinteren Schlossparkplatz und einem kleinen Stück des Schotterplatzes vorn auf dem Parkplatz für Schausteller. Allerdings lange nicht in der Dimension.

Der Großteil des Schlossparkplatzes bleibt als Parkplatz für die Gäste erhalten, weitere Möglichkeiten zum Parken wird es auf dem Parkplatz Schloss West, Kutschgeteichparkplatz, An der Perlhühnerscheune und am Bahnhof Moritzburg geben, so die Veranstalter. Dennoch wird dringend geraten, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln stressfrei anzureisen. Etwa aus Dresden mit dem Bus 477, der M-Linie aus Meißen und Weinböhla oder auch gemütlich mit der Lößnitzgrundbahn von Radebeul kommend.

Und wer wird auf dem Markt sein und was anbieten? Die Kulturlandschaft-Chefin betont nochmals, dass dies kein großer Markt sein wird - einer mit verschieden Ständen, zum großen Teil aus dem Stamm der Händler des Fisch- und Waldfestes. Es wird zum Beispiel Fischsemmeln und Fischsuppe, Langos, einen Bierwagen der Schwerter Brauerei geben. Verschiedene Verkaufsstände mit Honig, Tiroler Spezialitäten, Kunstgewerbe, Holzprodukte, Zwiebelzöpfe, Bürsten, Schmuck, Mineralien, Kerzen, Obstwein sollen vorhanden sein.

Für Unterhaltung sorgen die schon beim Fisch- und Waldfest eingesetzte Schiffsschaukel, ein Kinderkarussell „Drehende Bank“, Schießbude, Entenangeln und eine Mandelbrennerei. Ein Bungeetrampolin soll für Kinder aufgebaut werden.

Großen Zuschauerandrang, wie sonst üblich beim Fisch- und Waldfest, wollen die Veranstalter vermeiden.
Großen Zuschauerandrang, wie sonst üblich beim Fisch- und Waldfest, wollen die Veranstalter vermeiden. © Norbert Millauer

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Gundula Bleul: "Wir gehen davon aus, dass nicht mehr als 980 Besucher zeitgleich den Markt besuchen werden. Wir werden eine Securityfirma engagieren, welche den Zugang notfalls bei zu großem Zuspruch begrenzen wird. Damit sollen die aktuellen Corona-Regeln umgesetzt werden. Das geht auch, weil allein der Ort des Marktes eine Begrenzung hat. Kontrollen sind bisher nicht vorgesehen, es wäre aber machbar, auf 3G zu prüfen, heißt es. Das werde kurzfristig entschieden. Für die Veranstaltung ist der Marktantrag beim Ordnungsamt der Gemeinde eingereicht, das Hygienekonzept beim Gesundheitsamt.

Und werden die Fischer trotzdem dabei sein? Ja, sagt Bleul, mit ihrem Geschäft der Teichwirtschaft aus Bärnsdorf. Sie werden zwar jetzt im Herbst die Teiche wieder abfischen, jedoch nicht an dem Wochenende.

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