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Mit Köpfchen und Wiener Charme

Die neue Mannschaft des Zentralgasthofs ist komplett – drei Frauen leiten künftig die Geschicke des Weinböhlaer Veranstaltungshauses.

Sehen noch reichlich Luft nach oben, was den Zentralgasthof Weinböhla betrifft: Katja Morgenstern, Jenny Kraus und Antje Wiedemann (v. l.) kümmern sich jetzt um das traditionsreiche Veranstaltungshaus.
Sehen noch reichlich Luft nach oben, was den Zentralgasthof Weinböhla betrifft: Katja Morgenstern, Jenny Kraus und Antje Wiedemann (v. l.) kümmern sich jetzt um das traditionsreiche Veranstaltungshaus. © Arvid Müller

Weinböhla. Wegen der Liebe sei sie im Jahr 2000 nach Weinböhla gekommen. So habe sie den Ort und das Haus kennengelernt, um dann erst einmal woanders hinzugehen. Sie hat bei Wackerbarth in Radebeul im Vertrieb gearbeitet und ist 2002 zur sächsischen Weinkönigin gewählt worden. Sie hat dann in Radebeul das Weingut „Drei Herren“ mit aufgebaut und elf Jahre dort gearbeitet und danach mit Sternekoch Mario Pattis das Restaurant in der VW-Manufaktur in Dresden geführt. Seit Anfang März ist Antje Wiedemann wieder da - sie ist die neue Geschäftsführerin der Zentralgasthof Weinböhla GmbH.

Katja Morgenstern ist seit Mitte Juli im Zentraler. Die gelernte Reiseverkehrskauffrau, die in Coswig lebt, muss sich quasi teilen. Die Hälfte ihrer Arbeitszeit setzt sie ein, um Weinböhla besser touristisch zu vermarkten. Die andere Hälfte verkauft sie die Tickets im und für den Zentraler und für viele andere Veranstaltungen. „Und bei schönem Wetter mache ich hier die Terrasse auf und wenn jemand einen Wein trinken will, wird er von mir bedient.“

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Die Dritte im Bunde ist Jennifer Kraus. Sie gehört seit Anfang September zum Team des Zentralgasthofs. Gemeinsam mit Antje Wiedemann plant sie die Veranstaltungen und kümmert sich darum, dass sie laufen. Das reicht vom Besorgen der Unterkunft über Konzerttechnik bis hin zu Verpflegung. Jennifer Kraus kommt aus Wien. „In Wien habe ich schon bei einer Konzertagentur gearbeitet, bin dann 2016 nach Berlin gegangen und nun hat mich die Liebe hierher verschlagen, mein Freund kommt aus Weinböhla.“ Neben der Veranstaltungskoordination kümmert sie sich um den grafischen Auftritt des Zentralers, das reicht von der Gestaltung von Anzeigen über die von Plakaten bis hin zum halbjährlichen Veranstaltungsheft des Hauses.

Neues ausprobieren

„Ich sehe es als Aufgabe des Zentralgasthofs an, ein breit angelegtes Programm - vom Reisebericht über Konzerte und Kabarett bis hin zum Weihnachtsballett - anzubieten“, sagt Antje Wiedemann. Da könne man natürlich auf die gewachsenen Strukturen zurückgreifen. Aber alle drei Frauen wollen auch Neues ausprobieren und anbieten und dabei ihr wichtigstes Publikum kennenlernen - die Weinböhlaer.

Der erste Versuchsballon in dieser Hinsicht hat ja erfolgreich abgehoben. Die Sommerreihe „freitags Wein“ zwischen dem 12. Juni und dem 28. August war ein Erfolg. Dabei stellte sich jeden Freitag ein sächsisches Weingut vor, dazu gab es Livemusik. „Ich habe mit 20 bis 30 Gästen gerechnet, meist sind es aber doppelt so viele gewesen und manchmal waren sogar 130 da“, so Antje Wiedemann. Sie möchte neben den lange Ansässigen nun auch die nach Weinböhla Zugezogenen erreichen. Wichtig sei es, persönlich in Kontakt zu kommen, um die potenziellen Gäste kennenzulernen.

Aber nicht jeder Versuchsballon steigt auf. So musste der Abend mit der jungen Kabarettistin Lucy von Kuhl „Fliegen mit Dir“ am 4. Oktober mangels Nachfrage abgesagt werden, obwohl selbst aus Dresden Fans kommen wollten. Doch klein beigeben wollen die drei vom Zentraler nicht, am Sonntag, dem 14. Februar, gibt es einen zweiten Anlauf. „Wir wollen, dass die Leute auch zu Angeboten kommen, die nicht so bekannt sind“, erklärt Antje Wiedemann.

Ausbauen möchte sie auch den Kontakt zu den Schulen und Sportvereinen. Da wäre noch vieles möglich - vom Schülerkonzert bis zum Schauturnen. Und ausgebaut werden soll auch die Präsenz des Zentralgasthofs in den sozialen Medien. Zuallererst kommt aber etwas Anderes: „Wir sind alle neu, wir wollen erst einmal ein Gefühl für Weinböhla bekommen.“

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