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Radebeuler Bürger-App im Test

In wenigen Tagen wurde sie fast 1.200 Mal heruntergeladen. Fürs Handy am besten geeignet.

Am besten ist die neue Radebeuler Bürger-App auf dem Handy anzuschauen und zu handhaben.
Am besten ist die neue Radebeuler Bürger-App auf dem Handy anzuschauen und zu handhaben. © Peter Redlich

Radebeul. Seit letzten Freitag gibt es offiziell eine Radebeuler Bürger-App. Sie soll es einfacher machen, mit den Behörden im Rathaus zu kommunizieren. Umgekehrt möchte die Stadtverwaltung die Bürger so schneller über Neuigkeiten informieren. Die SZ und sächsische.de haben die App einem Test unterzogen.

Der Start: In den Farben der Stadtund übersichtlich gestaltet

Die Radebeuler Bürger-App ist schnell in den üblichen Systemen von Google (Android) und Apple (IOS) zu finden. Das Herunterladen und Installieren dauert etwa eine Minute – es sind 22,78 Megabit. Komplizierter ist es, die App auf einen PC unter Windows 10 zu laden. Hierzu verlangt das System Extra-Programme. Es ist offenbar sinnvoller, unter Windows auf der Radebeuler Website radebeul.de zu bleiben.

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Die Ansicht ist gestalterisch gut gelungen. Die App tritt in der dunkelblauen Farbe der Stadt mit dem geschwungenen Schwups auf, ein sehr guter Erkennungseffekt. Auch die einzelnen Buttons sind gut lesbar und übersichtlich angeordnet. Einen Nachteil hat die App: Auf dem Handy erscheint sie im Hochformat. Ins Querformat – etwa für die Arbeit am Tablet oder dem Notebook – lässt sie sich nicht drehen. Das können andere Bürger-Apps, etwa die von Dresden, besser.

Ein Achtungszeichen setzt die App gleich zum Start: Knapp 1.200 Mal wurde sie bis zum Mittwoch auf Android und IOS heruntergeladen. Das ist in sechs Tagen beachtlich, die Stadt hat rund 34.000 Einwohner. Die Dresden-App bei 560.000 Einwohnern und schon länger im Angebot, wurde aber auf Android nur reichlich 5.000 Mal heruntergeladen.

Das Funktionieren: Zumeist nur mit Internetseiten verlinkt

Die neue Bürger-App lässt sich nicht drehen - ungünstig für das Nutzen auf dem Tablet.
Die neue Bürger-App lässt sich nicht drehen - ungünstig für das Nutzen auf dem Tablet. © Peter Redlich

Wie funktionieren die einzelnen Buttons? Zum Beispiel der für das Amtsblatt von Radebeul. Auf dem Apple-Gerät wird es einwandfrei geöffnet und kann durchgescrollt werden. Bei Android gibt es Probleme beim Herunterladen.

Weitere interessante Buttons sind beispielsweise der Stadtrat, die Stadtwerke Elbtal, Jobsuche, der Abfallkalender, der Wohnungsmarkt in Radebeul und die Containerstandplätze für Papier und Glas sowie das Thema Verkehr.

Die Anzeigen sind unterschiedlich. Während zumeist auf die üblichen Internetseiten lediglich verlinkt wird – Stadtrat, Stadtwerke, Jobsuche, Abfallkalender, gibt es auch Buttons, für die sich die Programmierer mehr Mühe gegeben haben. Die Containerstandorte sind gekennzeichnet auf einer Karte angezeigt, die aufgezogen werden kann; der Wohnungsmarkt zeigt zumindest die Seiten von Besitzgesellschaft und den beiden Wohnungsgenossenschaften der Stadt an und zum Verkehr sind die aktuellen Sperrungsnachrichten der städtischen Pressestelle zu lesen.

Ähnliche Verlinkungen gibt es zu Freizeitangeboten der Stadt – es wird zum Beispiel die Hoflößnitzseite angezeigt; es gibt Ticket-Shop-Angebote mit Verlinkungen zu den Seiten der Landesbühnen Sachsen, der Dampfschifffahrt und mehr. Interessant ist ein Vereinsfinder für Leute, die sportlich oder anderswie Anschluss suchen. Vom Button Hundesteuer wird man zum sächsischen amt24.de geführt. Auch Go Social kann man antippen, um zu städtischen Themen zu kommen. Das funktioniert aber nur über den ganz normalen Facebook- Account jedes App-Nutzers.

Das Rathaus: Interessantes vom Stadtarchiv, Kontakt mangelhaft

Das wesentliche Ansinnen der App ist ja, den Bürgern das Geschehen und den Service des Rathauses näherzubringen und den Zugriff einfacher als nur auf radebeul.de zu machen. Da gibt es Buttons mit A – Z und die Themensuche, Stadtverwaltung, Ausschreibungen, den Radebeul-Pass, das Meldewesen und das Stadtarchiv.

Die letzten beiden bieten Interessantes: Wer ins Stadtarchiv will, bekommt das Stadtlexikon angeboten und kann darin blättern – allerdings nur, wenn er das Buch bereits gekauft hat und so sich mit einem dazugehörigen Code die Seiten aufs Handy laden kann. Auch das Thema Familienforschung wird vom Stadtarchiv angeboten. Hier wird auf PDFs aus den Ortsteilen verwiesen, ohne extra Kosten.

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Beim Meldewesen wird ein Kalender angeboten, in welchem sich Termine eintragen lassen. Alle anderen Themen sind lediglich mit radebeul.de verlinkt und können dort aufgerufen werden. Interessant ist der Button Kontakt: Daniela Bollmann, Amtsleiterin, sagt zum Auftritt, dass bislang etwa reichlich 20 Mails angekommen sind. Zumeist mit zustimmenden Äußerungen zur App. Beim SZ-Test gab es darauf sogar eine Antwort. Allerdings wurde eine normale Bürgeranfrage ans Einwohnermeldeamt von Montagvormittag bis zum Mittwoch noch nicht beantwortet.

Das Fazit: Vorteile zur üblichen Stadtseite, fürs Tablet noch anzupassen

Eine in der Übersicht gut gestaltete App, die aber nur teilweise Vorteile zur normalen Website der Stadt bringt. Für Tablets und Windows 10 sollte sie noch angepasst werden, um mehr Nutzer zu erreichen.

Für Windows 10 kompatibel ist die App nur mit Zusatzprogrammen zu installieren. Dann bleibt man besser auf der städtischen Website radebeul.de
Für Windows 10 kompatibel ist die App nur mit Zusatzprogrammen zu installieren. Dann bleibt man besser auf der städtischen Website radebeul.de © Peter Redlich

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