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Strengste Besucherregeln im Fachkrankenhaus Coswig

Auch in den Elblandkliniken gibt es nur ganz wenige Ausnahmeregelungen. Covid-19-Patienten sind in beiden Einrichtungen zur Behandlung.

Das Fachkrankenhaus in Coswig ist die Spezialklinik für Lungenkrankheiten im Kreis Meißen. Hier erden auch Covid-19-Patienten intensiv behandelt.
Das Fachkrankenhaus in Coswig ist die Spezialklinik für Lungenkrankheiten im Kreis Meißen. Hier erden auch Covid-19-Patienten intensiv behandelt. © Norbert Millauer

Coswig/Meißen. Wer derzeit einen Angehörigen im Krankenhaus besuchen will, hat inzwischen ohnehin mitbekommen, dass die Regeln verschärft worden sind. Doch es gibt noch Unterschiede zwischen den Krankenhäusern - etwa zwischen dem Fachkrankenhaus Coswig, zuständig für Lungenkrankheiten und den Elblandkliniken, welche Krankenhäuser in Radebeul, Meißen und Riesa betreiben.

Wie Viktor Helmers, Geschäftsführer des Fachkrankenhauses auf Nachfrage informiert, gibt es seit dem 16. Oktober aufgrund der steigenden SARS-CoV-2 Infektionen im Landkreis Meißen eine Besuchersperre für Angehörige von stationären Patienten und Begleitpersonen von Ambulanzpatienten in der Fachambulanz und Tagesklinik. 

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Wie kann dennoch kommuniziert werden? Gibt es Ausnahmen - etwa für sterbenskranke Patienten? Helmers sagt, dass die Verbindung zu Angehörigen derzeit nur über Telefon oder WLAN-Verbindungen mit Bildschirm gehalten werden darf. WLAN ist kostenlos im Fachkrankenhaus. Einigen wenigen Patienten, die aufstehen können, werde im Park ein abgegrenztes Stück zum kurzen Spaziergang angeboten. 

Bei Patienten von der Palliativstation, also sterbenskranke Menschen, werde mit dem behandelnden Arzt jeweils im Einzelfall entschieden, wie noch ein Besuch von Angehörigen möglich ist. Helmers: "Dabei gehen wir mit Augenmaß vor und wollen die Besucher auch bevor sie in die Klinik kommen testen."

Nicht ganz so hart sind die Regelungen an den Elblandkliniken. Deren Pressesprecherin Sylvia Dirscherl erklärt, was noch an besuchen möglich ist. So dürfen noch Eltern ihre Kinder im Krankenhaus besuchen. Der Lebenspartner einer Gebärenden darf bei der Geburt seines Kindes dabei sein. Und: Der Vater darf seine Frau oder Lebensgefährtin auch nach der Geburt abholen.

Sterbenskranke Patienten dürfen besucht werden, sagt Sylvia Dirschel. Dies geschehe mit vorheriger Absprache und sollte, wegen der Infektionsgefahr, kurz gehalten werden.

Für alle anderen Patienten gelte, dass sie mit ihren Angehörigen über Telefon und mit WLAN-Unterstützung sprechen können. Auch in den Elblandkliniken sei das Einloggen ins WLAN-Netz kostenlos möglich.

Angehörigen hätten außerdem die Möglichkeit, ihren Verwandten und Freunden im Krankenhaus eine Grußkarte zu schicken. Auf der Homepage der Elblandkliniken kann ein Motiv ausgesucht und beschriftet werden. Dies werde dann in der Klinik ausgedruckt und am Bett überreicht. Dieser Service, so Dirscherl sei kostenlos.

Sowohl im Fachkrankenhaus Coswig wie auch in den Elblandkliniken werden Patienten mit SARS-CoV-2 Infektionen behandelt. Geschäftsführer Viktor Helmers in Coswig: "Wir haben Patienten mit schwerem Verlauf auf der Intensivstation wie auch weitere Patienten nur auf der Isolierstation." Zu den genauen Zahlen wollte er keine Angaben machen. Insgesamt hat das Fachkrankenhaus 171 Betten und sei gut ausgelastet.  

Bereits im Frühjahr hatte das Fachkrankenhaus für Lungenkranke Patienten aus Frankreich und Italien aufgenommen. Es waren Menschen mit schweren Covid-19 Erkrankungen und mussten auf die Intensivstation. Nach mehreren Wochen Behandlung konnten sie in ihre Heimatländer zurückkehren.

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