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Trafohaus wird standfest gemacht

Ein Stadtrat hatte an der Ecke Meißner Straße in Ost einen Imbiss vorgeschlagen. Doch es kommt anders und es wird schon dran gearbeitet.

Das Trafohaus an der Meißner Straße in Ost kennen viele. Es soll wieder genutzt werden.
Das Trafohaus an der Meißner Straße in Ost kennen viele. Es soll wieder genutzt werden. © Norbert Millauer

Radebeul. Es ist ein markantes Häuschen an der Ecke Meißner Straße, August-Bebel-Straße in Radebeul-Ost. Einer jener Industriebauten, wie sie vor 100 und mehr Jahren mit Liebe zum Detail errichtet worden sind. Deshalb steht das grüne Trafohaus auch unter Denkmalschutz - allerdings seit geraumer Zeit leer.

AfD-Stadtrat Detlev Spangenberg hatte bei der Stadt angefragt, ob das Gebäude nicht ein Imbiss werden könnte. Die Stadt müsste den Bau sanieren und könnte ihn dann vermieten. Doch schon damals hieß die Antwort von Bauamtsleiter Jan Pötschke, dass es mit einem Imbiss nichts wird. Es gibt andere Pläne.

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In den letzten Wochen sind nun Bauarbeiten beim Schachten an dem Trafohaus beobachtet worden. Der Bauamtsleiter sagt dazu, dass die Stadt den Auftrag vergeben hat, das Gebäude zu sichern. Das Fundament sei - nach heutigen Anforderungen - nicht standfest genug. Deshalb werde die Gründung mit Beton gefestigt. Das wolle man nicht erst machen, wenn die Stadt mit dem Ausbau des Abschnittes der Meißner Straße beginnt.

Die Meißner Straße zwischen der Straßenbahnschleife in Ost und der Eduard-Bilz-Straße, so Jan Pötschke, soll 2023 und 2024 saniert werden. Dabei werden auch neue Haltestellen angelegt.

Der Trafoturm befindet sich genau in dem Bauabschnitt und steht auf der platzartigen Kreuzung, an der auch mehrere Strom- und Telekomkästen sind. Mithilfe des Häuschens möchte die Lößnitzstadt Ordnung ins Stadtbild bringen. Denn jetzt stehen verschiedene Schaltschränke, wie der Dresdner Verkehrsbetriebe für die Straßenbahn oder von Telekommunikationsunternehmen, am Straßenrand mit unterschiedlichen Breiten und Höhen herum. Und die darin enthaltene Technik soll laut Pötschke in das Trafohäuschen eingebaut werden, damit die Blechkästen von dem Kreuzungsplatz verschwinden.

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Die Grundfläche des Innenraums sei nicht größer als ein Esstisch. „Das macht die Nutzungsmöglichkeiten sehr überschaubar“, so Pötschke zum Imbiss-Vorschlag. In der Stadtverwaltung gab es auch die Idee, darin ein öffentliches WC unterzubringen. „Wegen der Enge mussten wir den Gedanken wieder verwerfen“, so der Bauamtsleiter.

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