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Ranzen ist nicht gleich Ranzen

Das richtige Behältnis für Hefte und Schulbücher zu finden, ist nicht einfach. Ein Nossener Unternehmen hilft dabei.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Nossen. Anna-Elisa ist schon ganz aufgeregt. Sie kommt in diesem Jahr zur Schule. Wie ihr Ranzen aussehen soll, weiß sie noch nicht. Deshalb ist sie mit ihrer Mutter Theresia Beier extra mehr als 100 Kilometer gefahren, um sich auf der siebten Mittelsächsischen Ranzen-Fete in Siebenlehn umzusehen. Denn Anna-Elisa kommt aus Eibau. Die Veranstaltung organisiert das Schreib- und Spielwarengeschäft Thäter aus Nossen.

Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass es hier alles für den Schulanfang und auch für die Feier gibt. Denn im Saal des Hotels „Schwarzes Roß“ herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Die, die kommen, bringen Neugierde mit. Die, die gehen, haben meist alle Hände voll und die Kinder tragen ganz stolz einen Ranzen auf dem Rücken. Dabei ist die Wahl des Schulranzens gar nicht so einfach.

Fünf Hersteller präsentieren mehrere Hundert Exemplare – große und kleinere, welche, die blinken, mit Einhorn, Libelle und Feuerwehr – alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Doch das Aussehen sollte bei der Wahl eine zweitrangige Rolle spielen. „Wir organisieren die Veranstaltung, um für die Eltern und Kinder einen Überblick über die Ranzenauswahl zu verschaffen“, so Katrin Thäter. Am wichtigsten sei, dass der Ranzen dem Schulanfänger angepasst wird. Dabei spielen die Größe des Kindes, das Gewicht des Ranzens und die Rückenform eine Rolle. Sebastian Thäter zeigt Anna-Elisa, die sich für ein Exemplar mit einem blinkenden Herzen entschieden hat, wie der Ranzen aufgesetzt wird. Dann stellt er den Ranzen auf die richtige Höhe ein. Auf den Po müsse er sitzen, so der Fachmann. Dann zeigt er, dass keine Hand mehr zwischen dem Rücken und den Ranzen passt. Wenn Anna-Elisa einmal ihren Ranzen aufsetzt, braucht sie nur noch an zwei Bändern mit Ösen zu ziehen und schon sitzt der Ranzen in der richtigen Position. Die Schulanfängerin will sich aber noch andere Ranzen anschauen. Sie ist sich noch nicht ganz sicher, ob es wirklich der mit dem blinkenden Herzen sein soll. Schließlich muss auch darauf geachtet werden, ob die Innenaufteilung optimal ist. Das heißt, dass es geräumige Fächer für das Lernmaterial und für die Verpflegung gibt. „Wichtig ist auch, dass der Ranzen über Rückstrahler, einen Griff und Standfestigkeit verfügt“, so Katrin Thäter. Standfestigkeit sei notwendig, damit der Ranzen auch neben die Bank oder beim Warten auf den Bus abgestellt werden kann und nicht auf dem Boden liegt. Auch das Zubehör wie die zum Ranzen passenden Sporttaschen und Federmappen gibt es auf der Ranzen-Fete.

Doch hier gibt es noch viel mehr tolle Dinge für den Schulbeginn zu entdecken. An der Füllerstation können die Kinder Füller und Bleistifte ausprobieren, die zum Schreiben der Druckbuchstaben verwendet werden. Sie haben alle eine Griffhalterung, so dass die Finger an der richtigen Stelle am Stift oder Füller Platz finden. Und damit auch jedes Kind weiß, dass alles richtig ist, lächelt ihm ein Smiley vom Stift entgegen. Fachleute erklären an der Füllerstation den Eltern, worauf es ankommt.

Kathrin Lommatzsch betreut den beliebten Zuckertütenstand mit Produkten aus dem Erzgebirge. Damit die Zuckertüten beim Abstellen die Spitze nicht einbüßen, haben sie entweder eine rote Kunststoffspitze eingebaut oder es kann eine farblose übergezogen werden. Auch bei den Motiven haben Eltern und Kinder die Qual der Wahl. „Bei den Jungs sind Lokomotiven mit Sound und Dinosaurier der Renner. Mädchen wollen oft die Eiskönigin oder Delfine mit Glitzer“, so Kathrin Lommatzsch. Sie bietet auch die passenden kleineren Tüten für die Geschwister und die Schleifen an.

Wer die Ranzen-Fete verpasst hat, muss sich nicht ärgern. Am 3. März gibt es diese Veranstaltung noch einmal von 10 bis 19 Uhr bei Möbel Mahler in Siebenlehn.