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Rathaus läuft auf Notbetrieb

Die Gemeindeverwaltung in Dürrröhrsdorf kämpft mit hohem Krankenstand. Termine gibt’s teils nur telefonisch.

© Dirk Zschiedrich

Von Dirk Schulze

Dürrröhrsdorf- Dittersbach. Bevor er die Sitzung des Gemeinderats eröffnen konnte, musste Bürgermeister Jens-Ole Timmermann (Unabhängige Bürger) erstmal einen Schriftführer suchen. Rathaus-Sekretärin Steffi Nathau, die den Job normalerweise übernimmt, war krank. Ebenso ihre Stellvertreterin. Und die Stellvertreterin der Stellvertreterin. Doch ohne ordnungsgemäßes Protokoll keine gültigen Beschlüsse. Schließlich erklärte sich Gemeinderätin Franziska Rodehüser-Hausch bereit, die nötigen Notizen zu machen.

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Von seinen fünf Mitarbeitern im Haupt- amt waren diese Woche vier außer Dienst, erklärte Amtsleiter Norbert Bläsner. Die größten Schwierigkeiten entstehen dadurch für das Meldeamt und das Standesamt, denn die können nicht einfach geschlossen werden. Die Verwaltung muss hier einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen, unter anderem für die fristgerechte Meldung von Sterbefällen. Für Reisepässe und Personalausweise springt vorübergehend das Meldeamt in Stolpen ein. Hier können in dringenden Fällen Dokumente ausgestellt werden. Die Aufgaben des Standesamts deckt Dürrröhrsdorf-Dittersbach selbst ab, allerdings nicht zu den sonst üblichen Öffnungszeiten, sondern nur nach telefonischer Vereinbarung im Rathaus. Termine für Trauungen können somit trotzdem vereinbart werden. Die Gemeinde hofft, dass sich die Lage in der kommenden Woche wieder normalisiert.