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Keine Regenbogen-Flagge am Rathaus

OB Hilbert beruft sich weiterhin auf Vorschriften. Allerdings schlägt er auch andere Stellen in der Stadt vor.

© Symbolfoto: dpa

Dresden. Das internationale Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung wird auch in diesem Jahr nicht vor dem Dresdner Rathaus wehen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) machte im Stadtrat deutlich, dass es für den „Christopher Street Day“-Verein (CSD) in den bevorstehenden Aktionswochen vom 20. Mai bis zum 4. Juni keine Ausnahme geben wird. „Wir setzen uns für Toleranz ein“, sagte das Stadtoberhaupt. „Das ändert aber nichts daran, dass es eine Vorschrift zur Beflaggung der sächsischen Dienstgebäude gibt.“

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In den vergangenen Jahren seien immer Kompromisse mit dem CSD gefunden worden. So stünden auch in diesem Jahr die Masten am Goldenen Reiter zur Verfügung. „Und wir sind im Gespräch mit der Semperoper“, so Hilbert. Die Masten vor dem Kulturpalast seien dagegen noch nicht einsatzbereit. „Ich habe nichts gegen den CSD“, so Hilbert weiter. „Aber es gibt eine ganze Reihe von Beflaggungswünschen. Wenn ich einmal Tür und Tor aufmache, muss ich das immer tun.“ Andere Städte in Sachsen missachten demnach die Vorschrift. So wehte die Flagge zuletzt vor den Rathäusern in Leipzig, Chemnitz und Pirna. (SZ/sr)

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