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Renaissance des Bergbaus: Jurk hofft auf Arbeitsplätze

Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) hofft auf zahlreiche Jobs durch die Renaissance des Bergbaus im Freistaat. Es könnten hunderte, vielleicht gar tausende Arbeitsplätze entstehen, vor allem in der Lausitz, sagte Jurk am Dienstag in Dresden.

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Dresden - Derzeit habe Sachsen elf Erlaubnisse und eine Bewilligung für die Suche nach Bodenschätzen erteilt, fügte der Präsident des Sächsischen Oberbergamtes, Reinhard Schmidt, an. „Nicht aus allen Konzessionen wird ein florierendes Bergwerk entstehen, aber in drei bis fünf Jahren rechne ich mit drei bis sechs“, sagte er. Das größte Vorhaben ist die Gewinnung von Kupferschiefer zwischen Weißwasser und Spremberg an der Grenze von Sachsen zu Brandenburg.

Vor allem der Abbau von Kupfer, Wolfram und Zinn ist durch hohe Marktpreise wieder attraktiv geworden. Laut dem erstmals vorgestellten Rohstoffkataster für Spat- und Erzvorkommen in Sachsen gelten von 139 Lagerstätten sechs als besonders wichtig für eine vorrangig wirtschaftliche Nutzung. Vor allem im Erzgebirge hoffen Firmen fündig zu werden. Gute Chancen haben Altenberg (Zinn), Niederschlag (Flussspat), Brunndöbra (Schwerspat) sowie Schönbrunn und Bösenbrunn-Grüne Tanne (beide Flussspat). Dazu kommt Storkwitz bei Delitzsch (Seltene Erden, Lanthan).

Auch der Freistaat profitiert von der Belebung des Bergbaus. Ein Zehntel des geförderten Wertes fließt als Abgabe in den Haushalt. „Sachsen kann im übertragenen Sinn als “steinreich“ bezeichnet werden“, sagte Jurk. Wichtigster Bodenschatz bleibe aber die Braunkohle. Die Fördermenge soll von 32,1 Millionen Tonnen (2007) in den kommenden Jahren auf 40 Millionen Tonnen steigen. (dpa)