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Riesa

Ein erster Blick auf Riesas neue Stahlkunst

Sieben tonnenschwere Kunstwerke sollen bald die Stadt verschönern. Zuvor werden sie in einer besonderen Halle gezeigt.

Der Künstler Christian Schmit arbeitet mit Walzdraht aus Riesa.
Der Künstler Christian Schmit arbeitet mit Walzdraht aus Riesa. © Thilo Neubacher

Riesa. Schon seit gut drei Wochen stellen die Künstler Christian Schmit, Johannes Schütz, Sebastian Pless und Jim Whiting in Riesa Kunstwerke aus dem lokalen Werkstoff Stahl her. Dafür haben sie von einigen stahlverarbeitenden Firmen Material wie Platten, Rohre, Profile oder unverarbeiteten Schrott bekommen. Im Laufe der Zeit sind aus vielen Tonnen Material insgesamt sieben Arbeiten entstanden, die nun dem interessierten Publikum präsentiert werden, bevor sie im Stadtbild von Riesa ihren Platz finden sollen.

Am Sonnabend, 16. Oktober 2021, ab 17 Uhr findet die Vernissage im alten Rittergut Gröba statt. Das musikalische Intro gestalten Michael Winkler und Jim Whiting, Kerstin Köhler spricht im Namen des Oberbürgermeisters das Grußwort. Es gestalten auch weitere lokale Künstler den Abend mit: Lutz Peschelt mit einer Performance und Heinz Lindner und Kollegen mit Musik.

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Dieses Kunstwerk schuf Christian Schmit beim diesjährigen Metallbildhauersymposium.
Dieses Kunstwerk schuf Christian Schmit beim diesjährigen Metallbildhauersymposium. © Thilo Neubacher

Warme Kleidung wird empfohlen, da die Halle nicht beheizt ist und zur Belüftung die Hallentore geöffnet sind. Wärme wird ein kleiner Ofen draußen spenden, den der Künstler Christian Schmit extra für das Projekt gebaut hat.

Eingeladen sind alle, die gern sehen möchten, wie die Künstler beispielsweise aus Stahlplatten, Rohren, Profilen Objekte geschaffen haben. Die laden dazu sein, sie mit anderen zusammen zu erkunden, sich über sie zu unterhalten und darüber nachzudenken, wie die Kunst den Werkstoff Stahl und die Menschen, die täglich damit arbeiten, neu verbinden kann. Die Organisatoren und Künstler sind neugierig auf die Ideen der Riesaer Bürger, wo die Kunstwerke in der Stadt einen guten Platz finden könnten.

Der künstlerische Leiter Christian Schmit ist froh über alle, die dieses Jahr mit an Bord sind. Er unterstreicht jedoch auch, dass das Metallbildhauersymposium in Riesa nur dann eine Zukunft haben kann, wenn es eine gesicherte Finanzierung gibt. Die lasse sich nicht auf Dauer nur aus öffentlicher Förderung generieren. Daher seien auch die Riesaer Unternehmen eingeladen und aufgerufen, das Projekt finanziell mitzutragen und mitzugestalten. Wenn die Riesaer zusammen darauf hinwirken, könnte das nächste Symposium dann 2023 stattfinden, heißt es.

Schirmherr des Projekts ist Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Finanziell unterstützt wird es von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, vom Kulturraum Meißen/Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, von der Stadt Riesa, der Sparkasse Meißen, der Firma IDG Industrie- Dienstleistungen Riesa und der Wohnungsgesellschaft Riesa. Für Material- und Sachspenden danken die Künstler und Organisatoren den Firmen Schuster Rohrbogen, Ervin Germany - Amasteel, Feralpi-Stahl, Rime, Riesaer Dienstleistungsgesellschaft, Autocenter Wendisch, TS Bau Riesa sowie dem Wohnkulturgut Gostewitz. Träger des Projekts ist der Kulturförderverein Riesa. (SZ)

  • Vernissage am 16. Oktober 2021, 17 Uhr, in der Halle des Ritterguts Gröba, im Gelände am Rohrforschungszentrum. Für Essen und Trinken wird gesorgt, der Eintritt ist frei.

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