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Nach B-6-Drama: Land will Straße umbauen

Der tödliche Unfall am Abzweig nach Reppen hat für Bestürzung gesorgt. Schon 2019 gab es für die Stelle eine Änderungsidee.

Oschatz im Rücken, der Blick Richtung Seerhausen: An der B6-Kreuzung nach Reppen passierte jüngst ein schrecklicher Unfall. Auch Tempolimit und Überholverbot, die auf der Bundesstraße gelten, verhinderten das nicht.
Oschatz im Rücken, der Blick Richtung Seerhausen: An der B6-Kreuzung nach Reppen passierte jüngst ein schrecklicher Unfall. Auch Tempolimit und Überholverbot, die auf der Bundesstraße gelten, verhinderten das nicht. © Sebastian Schultz

Riesa/Oschatz. Das Land Sachsen hat vor, die Kreuzung von B6 und Kreisstraße 8946 nahe der Ortschaft Reppen zu entschärfen. "Mit einem Kreuzungsumbau wollen wir die Unfallhäufungsstelle nachhaltig beseitigen", so eine Sprecherin des zuständigen Landesamts für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf SZ-Nachfrage. 

Noch im September sei nach Auswertung aller Unfallhäufungsstellen ein Planungsbeginn für 2021 eingetaktet gewesen. Wegen der aktuellen Entwicklungen werde man den Planungsstart forcieren, hieß es weiter.

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Mit aktuellen Entwicklungen dürfte der tödliche Unfall vom 8. November gemeint sein, bei dem, ein 54-jähriger Motorradfahrer und die 71 Jahre alte Beifahrerin eines Krankentransporters gestorben waren. Beide Fahrzeuge waren an dem Sonntagmittag an der Kreuzung kollidiert.

Schon jetzt restriktiv geregelt

Nach dem Unfall hatte die Leipziger Volkszeitung unter Berufung auf das Landratsamt Nordsachsen berichtet, dass sich die dortige Kreis-Unfallkommission 2019 für den Bau von Abbiegespuren an der Kreuzung ausgesprochen hatte.

Wie die Kreuzung künftig aussieht, ist aber offen: Über mögliche Varianten werde bei einer Voruntersuchung zur ersten Planungsphase zu entscheiden sein, so das Lasuv.  Offen ließ die Behörde auch, wie lange sich der Planungs- und Genehmigungsprozess hinziehen könnte. (SZ/ewe)

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